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Mehrheit will Reformationstag bundesweit als Feiertag

15.10.2025

Der Vorschlag eines bundesweiten Feiertags stößt bei den Mitgliedern aller christlichen Konfessionen weitestgehend auf Zustimmung. Symbolfoto: Pixabay
Der Vorschlag eines bundesweiten Feiertags stößt bei den Mitgliedern aller christlichen Konfessionen weitestgehend auf Zustimmung. Symbolfoto: Pixabay

Die absolute Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) ist dafür, dass der Reformationstag (31. Oktober) bundesweit ein Feiertag wird. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Bisher ist der Reformationstag nur in den ostdeutschen Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sowie in den norddeutschen Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen ein gesetzlicher Feiertag.

Jeder Vierte (26 Prozent) ist dagegen, dass er bundesweit eingeführt wird. 15 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe. Im Osten ist die Mehrheit für eine bundesweite Einführung noch deutlicher als im Westen (60 Prozent gegenüber 55 Prozent). Junge Befragte befürworten sie häufiger als ältere (18-29-Jährige: 65 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 70 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 62 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 55 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 47 Prozent; über 70-Jährige: 41 Prozent).

Der Vorschlag stößt bei den Mitgliedern aller christlichen Konfessionen auf Zustimmung, auf die größte bei den landeskirchlichen Protestanten (62 Prozent), gefolgt von den Freikirchlern (61 Prozent) und den Katholiken (55 Prozent). Bei den Muslimen stimmen ihm 59 Prozent zu, bei den Konfessionslosen 53 Prozent.

Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten der AfD mit 67 Prozent am häufigsten für eine bundesweite Einführung des Reformationstages als bundesweiter Feiertag, gefolgt von den Parteigängern der Linken (55 Prozent), der CDU/CSU (54 Prozent) sowie der SPD und der Grünen (jeweils 51 Prozent).

Für die Erhebung wurden 2.008 Erwachsene im Zeitraum vom 10. bis 13. Oktober befragt. Grafik: ideagrafik

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