Ressorts
icon-logo

Gesellschaft

Mehrheit ist gegen Regenbogenfahnen an Behörden und Kirchen

09.07.2025

42 Prozent der Deutschen sind dagegen, dass Regenbogenfahnen an staatlichen und kirchlichen Gebäuden gehisst werden. Symbolfoto: iStock/MDoculus
42 Prozent der Deutschen sind dagegen, dass Regenbogenfahnen an staatlichen und kirchlichen Gebäuden gehisst werden. Symbolfoto: iStock/MDoculus

Die relative Mehrheit der Deutschen (42 Prozent) ist dagegen, dass Regenbogenfahnen an staatlichen und kirchlichen Gebäuden gehisst werden. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 20 Prozent befürworten dagegen die Regenbogenbeflaggung an Kirchen und Behörden. Drei Prozent befürworten sie nur an kirchlichen Gebäuden, acht Prozent nur an staatlichen. Weitere 20 Prozent antworteten mit „Ist mir egal“, fünf Prozent mit „Weiß nicht“ und ein Prozent machte keine Angabe.

Von den befragten Männern sprach sich fast jeder Zweite (48 Prozent) grundsätzlich gegen die Regenbogenfahnen aus, nur etwa jeder Sechste (16 Prozent) ist grundsätzlich dafür (nur an Behörden: neun Prozent; nur an Kirchen: vier Prozent). Bei den Frauen lehnen 37 Prozent die bunte Beflaggung grundsätzlich ab, während 23 Prozent sie begrüßen (nur an staatlichen Gebäuden: sieben Prozent; nur an kirchlichen Gebäuden: zwei Prozent).

Unter den Kirchenmitgliedern sind die landeskirchlichen Protestanten mit 43 Prozent am häufigsten grundsätzlich gegen die Regenbogenfahnen vor Kirchen und Ämtern (grundsätzlich dafür: 24 Prozent; nur an staatlichen Gebäuden: sieben Prozent; nur an kirchlichen Gebäuden: vier Prozent). Ähnlich hoch ist die Ablehnung mit 42 Prozent bei den Katholiken (grundsätzlich dafür: 22 Prozent; nur an staatlichen Gebäuden: neun Prozent; nur an kirchlichen Gebäuden: drei Prozent). Deutlich niedriger ist die grundsätzliche Ablehnung mit 34 Prozent bei den Freikirchlern, von denen aber überdurchschnittlich viele Befragte (17 Prozent) die bunten Fahnen nur vor staatlichen Gebäuden sehen wollen (grundsätzlich dafür: 24 Prozent; nur vor kirchlichen Gebäuden: fünf Prozent).

Größere Ablehnung im Osten

Die grundsätzliche Ablehnung der Regenbogenbeflaggung von Kirchen und Behörden ist in Ostdeutschland weiter verbreitet als im Westen (47 Prozent gegenüber 41 Prozent). Ältere Menschen teilen sie häufiger als jüngere (18- bis 29-Jährige: 33 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 37 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 44 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 45 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 48 Prozent; über 70-Jährige: 45 Prozent).

Unter den Wählern der politischen Parteien finden die Parteigänger der AfD es mit 57 Prozent am häufigsten grundsätzlich nicht gut, wenn Regenbogenfahnen vor Kirchen und Ämtern wehen, gefolgt von den Sympathisanten der CDU/CSU (41 Prozent), der Linken (30 Prozent), der SPD (28 Prozent) und der Grünen (17 Prozent).

Für die Erhebung wurden 2.007 Erwachsene im Zeitraum vom 4. bis 7. Juni befragt.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank. 

Jetzt spenden.

4 Wochen IDEA Digital 8,95 Euro 1,00 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de