Menschenrechte
„Marsch für das Leben“ am 20. September in Berlin und Köln
12.09.2025

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Der Bundesverband Lebensrecht (BVL/Berlin) rechnet für den diesjährigen „Marsch für das Leben“ am 20. September in Berlin und Köln mit mehr Teilnehmern als im Vorjahr. 2024 hatten laut Veranstaltern rund 8.000 Menschen an der Kundgebung teilgenommen. Nach Angaben der BVL-Vorsitzenden Alexandra Maria Linder (Willich) ist das gestiegene Interesse auch auf die öffentliche Debatte um Lebensschutz und Menschenwürde zurückzuführen. Hintergrund ist die Nominierung der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht. Sie war wegen ihrer Positionen zum Lebensschutz in die Kritik geraten. Im August zog sie ihre Kandidatur zurück.
Motto: Lebensrecht ist Menschenrecht
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Lebensrecht ist Menschenrecht“. Themenschwerpunkte sind der Schutz ungeborenen Lebens, das Leben mit Behinderung sowie Fragen rund um assistierten Suizid und Suizidprävention. Linder: „All diese Fragen sind hochaktuell: Der pränatale Bluttest, der Kinder mit Trisomien sucht, um sie dann abzutreiben, ist inzwischen praktisch eine Regeluntersuchung.“ Auch sei die unzureichende finanzielle Förderung der Suizidprävention aktuell ein großes Problem.
An beiden Standorten sind Podien mit Fachvorträgen, Erfahrungsberichten und künstlerischen Beiträgen geplant. In Berlin treten unter anderen der Kinderarzt Prof. Holm Schneider (Erlangen) sowie der Apotheker Andreas Kersten (Berlin) auf, der es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, die „Pille danach“ zu verkaufen.
In Köln sprechen unter anderem der Leiter der europäischen Rechtsabteilung der christlichen Menschenrechtsorganisation ADF International, Felix Böllmann (Wien), sowie die Vorsitzende des sexualpädagogisch tätigen Vereins „TeenSTAR“, Elisabeth Luge (Lohr am Main). Im Anschluss ziehen die Teilnehmer durch die Innenstädte.

Berlin: Start am Washingtonplatz statt am Brandenburger Tor
In Berlin endet der Tag traditionell mit einem ökumenischen Reisesegen. Anders als in den Vorjahren startet der Berliner Marsch diesmal nicht am Brandenburger Tor, sondern am Washingtonplatz. Grund ist die Vorverlegung des Berlin-Marathons. In Köln wird das Programm um zusätzliche Gottesdienste ergänzt.
Linder: „Wir freuen uns außerdem darüber, dass Gemeinden und Organisationen anlässlich des Marsches Vorträge anbieten und bei uns anfragen und auch weit weg vom Geschehen für unsere Veranstaltungen geworben und gebetet wird.“
Ziel der Veranstaltung sei es, ein öffentliches Zeichen für den Schutz des Lebens in allen Phasen zu setzen, so Linder. Der Marsch für das Leben sei die beste Gelegenheit, öffentlich sichtbar zu machen, dass die Mehrheit der Bevölkerung fest auf dem Boden der Verfassung stehe. Linder: „Menschenwürde ist universal und gilt für jeden, der zur Gattung Mensch gehört, unabhängig von Gesundheitszustand, Alter, Abhängigkeiten oder Herkunft.“
„Marsch für das Leben”: Mutig, friedlich, lebensfroh
Lesen Sie hier die Reportage zum „Marsch für das Leben“ im vergangenen Jahr.

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