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Mansour kritisiert Umweltbewegung FFF: Erneute Entgleisung

15.05.2022

Teilnehmer auf einer Fridays for Future-Demonstration. Foto: pixabay.com
Teilnehmer auf einer Fridays for Future-Demonstration. Foto: pixabay.com

Berlin (IDEA) – Die Umweltbewegung Fridays for Future (FFF/Freitage für die Zukunft) hat auf ihrem internationalen Twitter-Account die Polizei Berlin wegen des Verbotes von Palästina-Demonstrationen verurteilt.

Hintergrund: Die Polizei hatte im Zeitraum vom 13. bis 15. Mai fünf Demonstrationen untersagt. Sie begründete dies mit der Gefahr, dass es bei den Versammlungen wie bereits zuvor zu volksverhetzenden und antisemitischen Ausrufen, Gewaltverherrlichung, dem Vermitteln von Gewaltbereitschaft und dadurch zu Einschüchterungen sowie Gewalttätigkeiten komme.

Fridays for Future: Klimagerechtigkeit bedeutet Gerechtigkeit für Palästina

Daraufhin schrieb „Fridays for Future International“, die Bewegung verurteile die Polizei für ihre Entscheidung, die von „Palästina spricht“ organisierten „Nakba-Gedenk-Demonstrationen“ zu verbieten: „Die Versammlungsfreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und wir sind entsetzt über diesen Akt der Repression.“

Weiter schreibt die Organisation: „Klimagerechtigkeit bedeutet Gerechtigkeit für Palästina, Solidarität mit den palästinensischen Organisatoren in Deutschland und der Welt!“ Mit dem Begriff „Nakba“ wird die Vertreibung der Palästinenser während der Staatsgründung Israels bezeichnet. Kritiker sehen darin einen Kampfbegriff, der Israel dämonisiere. Am 14. Mai jährte sich die Staatengründung Israels zum 74. Mal.

Mansour: Auf solchen Demonstrationen kommt es zu „Terror-Verherrlichung“

Die Twitter-Äußerung der Klimaschutzbewegung stieß auf scharfe Kritik. Der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour (Berlin) sprach auf Twitter von einer „erneuten Entgleisung“. In den vergangenen Wochen sei es auf solchen Demonstrationen zu „Terror-Verherrlichung, klaren antisemitischen Parolen sowie Angriffen auf Journalisten und Polizisten gekommen“.

Ferner fragt Mansour, was der deutsche Ableger der Bewegung zu diesen Äußerungen sage. Dieser hat sich bislang nicht zu den Aussagen positioniert. „FFF international“ war bereits vor einem Jahr in die Kritik geraten, als die Klimaschutzbewegung „Repressionen der israelischen Regierung“ als eine „Form von Militarismus und Kolonialismus“ bezeichnete. Damals hatte sich der deutsche FFF-Ableger distanziert.

Bei einer Demonstration von Fridays for Future Deutschland waren im Vorjahr auch Vertreter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mitgelaufen.

Der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour. Foto: Deutsche Islamkonferenz

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