Medien
KÖNIGSKINDER: Ich wollte ein Junge sein
17.12.2025

Als Dreijährige versteckte sich Franziska Anderssohn in einer Gartenhütte und empfand tiefe Dunkelheit und Einsamkeit. Dieses Erlebnis prägte ihr weiteres Leben. In der neuen Folge der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER schildert die junge Frau ihren Weg durch Identitätskrisen und ihre Suche nach Annahme – bis hin zu einer lebensverändernden Glaubensentscheidung.
Anderssohn beschreibt, wie die Gartenhütte zum Sinnbild ihrer inneren Welt wurde: „Ein Ort, wo ich alleine bin, einsam. Wo alle Emotionen in der Dunkelheit gelebt werden, isoliert, wo mich niemand finden kann.“ Bereits als Kind fühlte sie sich anders als gleichaltrige Mädchen. Sie war „deutlich wilder“ und aktiver. Statt mit Puppen spielte sie lieber Basketball und fuhr Skateboard. Das Gefühl, nicht dazuzugehören, verstärkte sich im Laufe der Zeit.
Auch in ihrem Körper fühlte sie sich fremd: „Ich bin zu meinen Eltern gegangen und habe ihnen erzählt, dass ich jetzt ein Junge sein will.“ Nach viel Überredungskunst erlaubten es ihre Eltern, Jungenkleidung zu tragen. Anderssohn klebte sich Kaugummi in die Haare, damit sie abgeschnitten werden mussten. In der Grundschule hielten Mitschüler sie für einen Jungen. Dennoch blieb das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Später kehrte sie zu einem Leben als Mädchen zurück und ließ die Haare wieder wachsen.
Fassade und innere Leere
Anderssohn versuchte, eine Fassade aufzubauen, um ihre Unsicherheiten zu verbergen. Nach außen wirkte ihr Leben „perfekt und schön“. Innerlich blieb sie jedoch das „dreijährige Kind, das einfach allein, verzweifelt und zerbrochen ist“. Sie sammelte sexuelle Erfahrungen mit Jungen. Dabei stellte die Heranwachsende fest, dass sie sich zu Mädchen hingezogen fühlte. „Wieder war es eine Bestätigung, irgendwas stimmt mit mir nicht“, erinnert sie sich. Der Versuch, die innere Leere durch schulische und sportliche Leistungen zu kompensieren, scheiterte. Sie entwickelte eine Essstörung.
In dieser dunklen Phase erinnerte sie sich an den Besuch einer christlichen Freizeit in ihrer Kindheit. Sie meldete sich zu einer Jugendfreizeit an. Dort erzählten die Menschen offen von ihren Problemen. Trotzdem wirkten sie „versöhnt mit Gott, mit sich selbst und mit anderen“. „Sie haben erlebt, dass es eine Kraft gibt, die ihr Leben verändert, und dass sie nicht im Zerbruch bleiben müssen“, so Anderssohn. Auf der Freizeit traf sie die Entscheidung für ein Leben mit Jesus. Für sie sei es, als sei Jesus in ihr Gartenhaus eingezogen, hätte dort eine Kerze angezündet und nach und nach aufgeräumt.
Wie sich ihr Weg im Umgang mit Homosexualität und Essstörung weiterentwickelte, schildert Franziska Anderssohn in der neuen Folge. Sie erscheint am 17. Dezember um 20 Uhr auf YouTube und auf koenigskinder.net. KÖNIGSKINDER ist ein Projekt der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar).
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