Frei-/Kirchen
Kirchliche Sammlung beklagt Vernachlässigung des Abendmahls
22.04.2026

Die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordkirche kritisiert eine Vernachlässigung des Heiligen Abendmahls in der evangelischen Kirche. In Rundfunk- und Fernsehgottesdiensten komme das Abendmahl nicht vor, als ob es in der evangelischen Kirche das „Altarsakrament“ nicht gäbe. Der Gottesdienst werde damit auf die Wortverkündigung reduziert. Das beklagte der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), in einer Stellungnahme für die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA. Rüß betonte die Bedeutung des Abendmahls als zentrales Sakrament und Ausdruck der realen Gemeinschaft mit Jesus Christus und den Gläubigen. Was Christus mit seinem Leiden und Sterben bewirkt habe, werde dem Gläubigen zur Vergebung der Sünden zuteil. Schließlich wirke der Heilige Geist durch Wort und Sakrament. Er wecke und stärke dadurch den Glauben.
Kritik an monatlicher Praxis
In den Gemeinden werde das Abendmahl in der Regel nur einmal im Monat gefeiert. Angesichts der Bedeutung des Heiligen Abendmahls, der besonderen Begegnung mit dem auferstandenen Christus und der damit verbundenen Vergebung der Sünden sei diese Begrenzung „theologisch nicht nachvollziehbar“, so Rüß. Bei Orthodoxen, Anglikanern und Katholiken gehöre das Abendmahl selbstverständlich zu jedem Gottesdienst. Auch für den Reformator Martin Luther (1483–1546) sei der sonntägliche Abendmahlsgottesdienst selbstverständlich gewesen. Die Kirchliche Sammlung fordert daher die evangelischen Kirchen auf, dem Altarsakrament „jenen Stellenwert und jene Würde zukommen zu lassen“, die ihm aufgrund des biblischen Zeugnisses und des Bekenntnisses gebührten. Die Kirchliche Sammlung setzt sich für die Geltung der Bibel und der lutherischen Bekenntnisschriften in der Nordkirche ein. Sie hat rund 1.000 Mitglieder und Unterstützer.
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