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Kirchenvertreter: Für Klimagerechtigkeit eintreten

14.01.2022

Die Auswirkungen des Klimawandels in Tansania werden im Land immer deutlicher. Foto: Nordkirche
Die Auswirkungen des Klimawandels in Tansania werden im Land immer deutlicher. Foto: Nordkirche

Hamburg/Mwanza (IDEA) – Christen in Afrika und Deutschland sollten sich verstärkt dafür einsetzen, in Zeiten des Klimawandels die Schöpfung zu bewahren. Dazu haben Redner auf einer digitalen Konferenz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche im ostafrikanischen Tansania am 13. Januar aufgerufen.

Das Online-Treffen mit 98 Teilnehmern stand unter dem Motto „Klimagerechtigkeit für Tansania – ein nachhaltiger Ansatz zum Klimawandel“. Veranstalter war das „Zentrum für Mission und Ökumene“ der Nordkirche (Hamburg).

Nach den Worten von Bischof Andrew Gulle (Mwanza) von der lutherischen Diözese im Osten des Viktoriasees ist es eine Sünde gegen Gott, die Schöpfung zu zerstören. Deshalb müssten gerade die Kirchen mehr über Klimagerechtigkeit sprechen. Die Technologie könne dabei helfen, die Erde vor ihrer Auslöschung zu schützen.

Bischof Jeremias: Menschen haben Schäden verursacht

Der Bischof für den Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Tilman Jeremias (Greifswald), bezeichnete die Ressourcen der Erde als Gottes Gaben an uns. Er habe die Menschen mit Verstand ausgestattet, damit sie „mit seiner Schöpfung mit Sorgfalt und Vernunft umgehen“. Nötig sei dafür eine Sensibilität für das Leiden anderer Menschen, Tiere und Pflanzen.

Jeremias wies die Vorstellung als falsch zurück, die Menschen könnten die Welt reagieren. Dabei vergäßen sie, dass der einzige Herrscher Gott sei: „Wir brauchen also Demut, um zu erkennen, wie viele Naturschäden durch menschliche Eingriffe verursacht wurden.“ Er rief dazu auf, für den Schutz von Gottes Schöpfung zu beten und nach praktischen Schritten zu einer wirksamen Klimagerechtigkeit zu suchen.

Wasserspiegel im Viktoriasee sinkt

Die Auswirkungen des Klimawandels in Tansania erläuterte der Projektplaner der lutherischen Kirche in Tansania, Paul Mpazi. Der Wasserstand des Viktoriasees sei deutlich gesunken. Dies habe zu Einkommensverlusten der Menschen in der Region geführt. Andererseits habe es in anderen Teilen des Landes schlimme Überschwemmungen gegeben. Die Regierung des Landes engagiere sich zwar für Klima- und Umweltschutz, müsse aber dabei noch stärker auf die Bedürfnisse von Landwirten und Fischern eingehen.

Der Anteil der Christen und Muslime unter den 56 Millionen Einwohnern in Tansania ist etwa gleich hoch. Es gibt nur Schätzungen, die jeweils von 30 bis 40 Prozent ausgehen. Die übrigen Einwohner sind Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen.

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