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Kirchenleiter: Kyrill soll sich auf die Seite der ukrainischen Opfer stellen

23.02.2023

Der gemeinsame Aufruf richtet sich an den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill. Foto: wiki commons
Der gemeinsame Aufruf richtet sich an den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill. Foto: wiki commons

Stuttgart (IDEA) – Kirchenleiter in Baden-Württemberg haben den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill aufgerufen, „sich in seiner Heimat endlich auf die Seite der ukrainischen Opfer“ des russischen Angriffskrieges zu stellen. So heißt es in einem „Stuttgarter Aufruf zum Frieden“, den der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Ernst-Wilhelm Gohl, und der Bischof der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, verfasst haben. Mitunterzeichner ist der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg, Erzpriester Dimitrios Katsanos (Reutlingen).

Anlass ist der Jahrestag des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine am 24. Februar. Die Kirchenleiter rufen den Patriarchen ferner auf, sich den vielen gemeinsamen Friedensgebeten anzuschließen.

Zum Hintergrund: Kyrill hat den Krieg wiederholt gerechtfertigt und ihn als „metaphysischen Kampf“ des Guten gegen das Böse aus dem Westen bezeichnet. In dem „Stuttgarter Aufruf zum Frieden“ wird die russische Regierung aufgefordert, den Krieg sofort zu beenden. Der Angriffskrieg habe „unendliches Leid“ über die Ukraine gebracht. Es gebe „schwerste Menschenrechtsverletzungen“ an der Bevölkerung.

Weiter heißt es: „Mit unserer Stimme wollen wir Unrecht anprangern und Leid klagen – im Namen der vielen Opfer dieses Krieges – auch auf russischer Seite. Wir halten fest, dass es Frieden ohne Gerechtigkeit in der Ukraine nicht geben kann.“ In Stuttgart findet am 24. Februar ein ökumenisches Friedensgebet statt, an dem unter anderen die Bischöfe Gohl und Fürst sowie Erzpriester Katsanos mitwirken werden.

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