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„Protestantismus“ nicht als Abwehrbegriff verwenden

07.11.2021

Der katholische Bischof Franz-Josef Bode. Foto: Bistum Osnabrück
Der katholische Bischof Franz-Josef Bode. Foto: Bistum Osnabrück

Bremen (IDEA) – Der Begriff „Protestantismus“ sollte nicht als Abwehrbegriff verwendet werden. Das sagte der katholische Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück) in einem Grußwort vor der digital aus Bremen übertragenen EKD-Synode am 7. November.

Bode zufolge ist von Kritikern des Synodalen Weges in der römisch-katholischen Kirche manchmal von einer „Protestantisierung“ der Kirche die Rede. Das entspreche jedoch nicht dem Stand des ökumenischen Miteinanders. Die entscheidende Frage sei, ob die Glaubensverkündigung dem Willen Christi entspreche. Jesus Christus, sei „der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6). Bode: „Was sollte auf diesem Weg falsch daran sein, von den Erfahrungen der Geschwister in anderen Kirchen, seien es gute oder schlechte, zu hören und daraus zu lernen?“

Zu den positiven Entwicklungen in der Ökumene gehöre das theologische Ringen um Eucharistie und Abendmahl. Er freue sich über die Gespräche, auch wenn diese noch nicht ans Ziel gekommen seien.

Die Synode der EKD ist neben dem Rat und der Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Die EKD ist die Gemeinschaft von 20 lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. Im Mittelpunkt der EKD-Synode vom 7. bis 10. November steht die Wahl eines neuen EKD-Rates und eines oder einer neuen Vorsitzenden.

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