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Menschenrechte

Käßmann zum Muttertag: Ich denke besonders an das Leid der Mütter

08.05.2022

Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Foto: RFP
Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Foto: RFP

Berlin (IDEA) – Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann (Hannover) denkt am Muttertag (8. Mai) besonders an das Leid von Müttern in aller Welt. Das schreibt sie in ihrer Kolumne in „Bild am Sonntag“. Sie verweist auf Hunderttausende ukrainische Mütter, die aufgrund des Krieges Hab und Gut, ihre Männer und ihre Heimat hinter sich gelassen haben, um ihre Kinder in Sicherheit zu bringen.

Es sei schwer, wegzugehen in ein fremdes Land, dessen Sprache man nicht spreche. Es belaste, auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen zu sein, statt für sich selbst sorgen zu können. Käßmann zufolge sind in aller Welt Millionen Mütter mit ihren Kindern auf der Flucht vor Krieg, Terror und Hungersnot.

„Sie leben meist unter erbärmlichen Umständen in Lagern und Massenunterkünften. Ohnmächtig gegenüber der Gewalt und dem Unrecht dieser Welt suchen sie Schutz für ihre Kinder.“ Sie denke aber auch an die russischen Soldatenmütter, so Käßmann. Ihre Söhne kämen tot aus der Ukraine zurück oder seien verschollen und könnten nicht einmal würdig bestattet werden. Viele suchten verzweifelt nach Informationen über den Verbleib der jungen Soldaten.

Aber Diktator Putin bedrohe auch das „Komitee der Soldatenmütter Russlands“. Wer über „seinen furchtbaren Angriffskrieg“ spreche, lande schnell im Gefängnis. „So will Putin die Mütter zum Schweigen bringen.“

Käßmann zufolge ist die Pieta, das Bild von Maria mit ihrem toten Sohn Jesus im Arm, ein Symbol für das Leid von Müttern in aller Welt. Die Theologin beschließt ihren Beitrag mit einem Bibelvers: „Kann eine Frau ihr Kind vergessen,dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?“ (Jesaja 49,15).

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