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Käßmann: Beschädigung russischer Geschäfte erinnert an die Nazidiktatur

13.03.2022

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann. Foto: EKD/ Julia Baumgart
Die frühere EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann. Foto: EKD/ Julia Baumgart

Hannover (IDEA) – Die frühere EKD-Ratsvorsitzende, Margot Käßmann (Hannover), hat vor einer um sich greifenden Russenfeindlichkeit in Deutschland gewarnt.

In ihrer Kolumne in der „Bild am Sonntag“ (Ausgabe 6. März) schrieb sie dazu: „Wir sind alle schockiert, über die Bilder aus der Ukraine. Aber das darf nicht dazu führen, dass es hier zu Hass auf Menschen kommt, die aus Russland stammen. Dass Kinder drangsaliert werden und Restaurants keine russischen Gäste bewirten wollen, geht gar nicht. Und wenn Geschäfte, die russische Waren verkaufen, beschmiert oder beschädigt werden, erinnert das an die Nazidiktatur.“

Sie freue sich über die Solidarität mit der Ukraine und über die Hilfsbereitschaft, die überall in Deutschland gezeigt werde. Sie erhalte aber einen „schalen Beigeschmack“, wenn sie dazu führe, dass aus Russland stammende Menschen oder russische Staatsbürger, die in Deutschland leben, angegriffen würden. Stattdessen solle man in Frieden miteinander zu leben versuchen. „Das ist Widerstand gegen die Versuche, Völker gegeneinander auszuspielen.“

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