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Jugendpastor: Gott trotz Stress nicht aus den Augen verlieren

21.02.2022

Der Jugendpastor der Süddeutschen Gemeinschaft Schorndorf, Micha Pfrommer, beim diesjährigen „Youth Prayer Congress“ der Liebenzeller Mission. Foto: Bettina Graf
Der Jugendpastor der Süddeutschen Gemeinschaft Schorndorf, Micha Pfrommer, beim diesjährigen „Youth Prayer Congress“ der Liebenzeller Mission. Foto: Bettina Graf

Bad Liebenzell (IDEA) – Immer mehr junge Menschen fühlen sich im Alltag gestresst. Dabei macht sie „der Lärm dieser Welt“ blind für das Handeln und taub für das Reden Gottes. Das sagte der Jugendpastor der Süddeutschen Gemeinschaft Schorndorf, Micha Pfrommer, beim diesjährigen „Youth Prayer Congress“ (Jugendgebetskongress) der Liebenzeller Mission.

Er fand aufgrund der Corona-Krise bereits zum zweiten Mal digital statt. Die einzelnen Veranstaltungen wurden insgesamt mehr als 4.000-mal aufgerufen (Stand: 21. Februar). Vor der Corona-Krise waren in der Regel rund 1.000 Teilnehmer zu dem Kongress nach Bad Liebenzell gekommen.

Stress ist laut Pfrommer „zu einem Modewort geworden. Es steht für innere Unruhe, für Getriebensein. Wir versuchen, alles unter Kontrolle zu halten.“ Das gelinge aber häufig nicht. „In unserer Stressmühle verlieren wir Gott oft aus dem Blick. Denn er drängt sich nicht auf.“

Hilfreich sei es, sich ein Vorbild an Jesus Christus zu nehmen: „Wir brauchen nicht Zeit für uns, sondern Zeit mit Gott. Er ist das lebendige frische Wasser. Er kann unsere Seele satt machen.“ Dabei gehe es nicht darum, dass Gott alle eigenen Wünsche erfülle: „Gott gibt dir nicht alles, was du willst. Aber alles, was du brauchst.“ Manchmal sei es das größere Wunder, wenn Gott nicht die Umstände verändert, sondern unser Herz, wie Pfrommer weiter ausführte: „Suche Gott und du wirst ihn finden.“

Die Gebetskultur in anderen Ländern kennenlernen

Die in Sambia mit ihrem Ehemann für die Liebenzeller Mission tätige Missionarin Carmen Sept berichtete auf dem Kongress von ihren Erfahrungen in ihrem Einsatzland. Dort werde sehr lebhaft gebetet, was für sie anfänglich gewöhnungsbedürftig gewesen sei. „Ich bin es eigentlich gewohnt, beim Beten zur Ruhe zu kommen.“ Andere Gebetsformen kennenzulernen, sei aber durchaus bereichernd.

Ihr Ehemann Manuel Sept ergänzte, dass Beten ein zentrales Element im Leben der Christen in Sambia sei. „Man kann es zum Beispiel erleben, dass zu Beginn einer Busfahrt sich jemand das Mikrofon schnappt und ein Gebet für eine sichere Fahrt spricht. Hin und wieder wird sogar eine ganze Predigt im Bus gehalten.“

An dem Kongress konnte man über verschiedene Livestreams, eine eigene App und Videokonferenzen teilnehmen. Die Jugendlichen lernten dabei verschiedene Gebetsformen kennen und beteiligten sich an kreativen Gebetsaktionen. In Kleingruppen trafen sich auch einige in ihren Heimatorten – zum Beispiel zu Gebetsfrühstücken. Sie beteten für ihre Mitschüler und Lehrer, für Politiker, Freunde und ihre Familien.

Der Jugendgebetskongress fand zum 22. Mal statt. Die Liebenzeller Mission ist weltweit mit rund 230 Mitarbeitern in 23 Ländern aktiv. Sie bietet für junge Erwachsene zahlreiche missionarische Kurzzeiteinsätze im In- und Ausland, Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie eine Jüngerschaftsschule an. Der nächste Jugendgebetskongress ist vom 3. bis 5. Februar 2023 geplant.

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