Gesellschaft
Jeder Zweite sagt: Der Ramadan bekommt zu viel Aufmerksamkeit
25.02.2026

Knapp jeder zweite Deutsche (48 Prozent) ist der Meinung, dass der muslimische Fastenmonat Ramadan in Deutschland zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Jeder Dritte (34 Prozent) ist nicht dieser Meinung. 15 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe.
Männer stimmen der Aussage häufiger zu als Frauen (50 Prozent gegenüber 46 Prozent). Ostdeutsche tun es häufiger als Westdeutsche (51 Prozent gegenüber 47 Prozent). Die jüngsten und die ältesten Befragten sind deutlich seltener dieser Ansicht als die Befragten in den mittleren Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 34 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 50 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 53 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 53 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 55 Prozent; über 70-Jährige: 43 Prozent).
Katholiken stimmen der These mit 55 Prozent deutlich häufiger zu als Freikirchler (47 Prozent) und landeskirchliche Protestanten (46 Prozent). Bei den Muslimen teilen 38 Prozent der Befragten diese Einschätzung. Bei den Konfessionslosen sind es 48 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten der AfD mit 77 Prozent am häufigsten der Meinung, dass der Ramadan in Deutschland zu viel Aufmerksamkeit bekommt, gefolgt von den Parteigängern der CDU/CSU (53 Prozent), der SPD (34 Prozent), der Linken (28 Prozent) und der Grünen (24 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 20. bis 23. Februar 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zu folgender Aussage? Der muslimische Fastenmonat Ramadan bekommt in Deutschland zu viel Aufmerksamkeit“ hat INSA 2.006 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.

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