Medien
IDEA-Podcast: Wie Christen mit Israel verbunden sind
05.02.2026

Wie sollten Christen zu Israel stehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Folge des IDEA-Podcasts „Zwischen Tür und Himmel“.
Laut Pastor Simon Laufer (Heeslingen/Niedersachsen) verdanken Christen dem Judentum wesentliche Grundlagen ihres Glaubens und sind zu besonderer Solidarität mit Israel aufgerufen. Gleichwohl müsse zwischen dem Staat Israel, dem Volk Israel und dem Judentum als Religion differenziert werden.
Israel in der Bibel: Das erwählte Bundesvolk Gottes
Laufer betonte, dass sich die Erwählung Israels als Bundesvolk Gottes wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel ziehe. Auch das Neue Testament bestätige, dass Gott seinen Bund mit Israel nicht aufgehoben habe. Jesus habe selbst als Jude gelebt und gelehrt, das Heil komme von den Juden, so Laufer. Christen stünden daher „auf den Schultern Israels“.
Laufer weist allerdings auch darauf hin, dass zwischen dem Staat Israel als politischem Gebilde, dem biblischen Volk Israel und dem Judentum als Religion unterschieden werden müsse: Der Staat Israel sei eine Demokratie im Nahen Osten mit eigenen politischen Entscheidungen, während das Volk Israel in der Bibel als von Gott erwähltes Volk beschrieben werde. Das Judentum wiederum sei eine Religion mit vielfältigen Strömungen und Traditionen.
Unwiderrufliche Erwählung
Die Vorstellung, die Kirche habe Israel als Bundesvolk ersetzt, lehnt Laufer ab. Die Bibel lehre vielmehr, dass Gott seine Berufung und Erwählung Israels nicht widerrufen habe. Überdies weite Gott durch Jesus Christus sein Heilsangebot auf alle Völker aus. Christen seien auch deshalb dazu aufgerufen, für den Frieden Jerusalems und Israels zu beten, wie es etwa Psalm 122 betone.
Die besondere Verantwortung gelte auch angesichts der Geschichte des Judenhasses, vor allem in Deutschland: „Das verpflichtet uns zu einer ganz hohen Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus und zu aktiver Solidarität mit Israel.“ Kritik an politischen Entscheidungen des Staates Israel sei möglich, solle aber „mit Sachlichkeit, Respekt und Augenmaß“ erfolgen.
Im Blick auf die Frage, warum viele Juden Jesus als Messias nicht anerkennen, verwies Laufer auf das „Geheimnis“, das Paulus im Römerbrief beschreibt: Die Verstockung Israels habe ein vorübergehendes Ziel, am Ende werde „ganz Israel gerettet“. Christen seien eingeladen, diese Spannung im Glauben auszuhalten und zugleich offen für das Wirken Gottes an allen Menschen zu bleiben.
Zum Podcast „Zwischen Tür und Himmel“
Der etwa zehnminütige Podcast ist ein Angebot der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar). Er erscheint 14-tägig auf ztuh.de sowie den gängigen Podcast-Apps (z. B. Spotify, Pocket Casts, Amazon Podcasts und Apple Podcasts). Zuhörer können ihre Lebens- und Glaubensfragen an ztuh@idea.de schicken. Eine Auswahl der Fragen wird in den Folgen aufgegriffen und diskutiert.
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