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Hilfswerke: Mehr für die Ukraine spenden!

22.02.2024

Die Spendenbereitschaft der Deutschen für die Ukraine ist stark zurückgegangen. Symbolfoto: unsplash.com
Die Spendenbereitschaft der Deutschen für die Ukraine ist stark zurückgegangen. Symbolfoto: unsplash.com

Hilfswerke in Deutschland mahnen zu mehr Spendenbereitschaft für die Ukraine. Am 24. Februar jährt sich der Angriff Russlands auf sein Nachbarland zum zweiten Mal.

Wie der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Kessler, in Berlin erklärte, ist das Spendenaufkommen massiv zurückgegangen. Während das Werk 2022 noch 68 Millionen Euro Spenden für die Ukraine erhalten habe, waren es 2023 nur noch 4,6 Millionen Euro. Das Geld sei inzwischen weitestgehend ausgegeben oder verplant.

Wegen des weiter bestehenden Bedarfs müssten nun zunehmend Drittmittel – also etwa staatliche Gelder – für die humanitäre Hilfe in der Ukraine eingesetzt werden, so Kessler. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat nach eigenen Angaben rund 770.000 Menschen in der Ukraine mit ihren Hilfen erreicht.

„Care“: 3,3 Millionen Menschen leben an der Frontlinie

Dem Hilfswerk „Care“ zufolge sind rund 14,6 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Leben an der Front verglich die Referentin für Nothilfekommunikation bei CARE Deutschland, Sarah Easter (Bonn), mit einer Lotterie: Die Menschen hätten keinen Einfluss darauf, ob sie in der nächsten Stunde noch leben oder sterben. Laut Easter leben über 3,3 Millionen Menschen an der Frontlinie, darunter 800.000 Kinder.

Die Lage sei dramatisch: Familien seien auseinandergerissen, soziale Dienste nur eingeschränkt verfügbar, Einrichtungen zur Kinderbetreuung kaum noch vorhanden sowie Schulen geschlossen. Hinzu komme ein großer Bedarf an psychosozialer Unterstützung, verursacht durch Kriegstraumata und fehlende Sicherheit, Stabilität und Kontrolle über das eigene Leben. „Es wird Jahre dauern, bis sich die Menschen in der Ukraine von den Folgen des Krieges erholen. Sie brauchen dringend unsere langfristige Unterstützung“, so Easter.

„Care“ hat mit seinen Partnern nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren mehr als 1,2 Millionen Menschen unterstützt.

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