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Haseloff kritisiert Gendersprache und „Cancel Culture“

30.05.2021

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. Foto: Rayk Weber
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. Foto: Rayk Weber

Magdeburg (IDEA) – Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), hat sich gegen die Gendersprache in Politik und Medien gewandt. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sagte der Katholik: „Wer will so sprechen? Wie das geradezu missionarisch durchgedrückt wird, nervt viele Leute, weil es mit den Lebenswelten vieler Menschen nicht mehr das Geringste zu tun hat.“ Im Osten definierten sich selbstbewusste Frauen über ihre Leistung und nicht über das Binnen-I.

Haseloff kritisierte zugleich die „linke Identitätspolitik“ und die „Cancel Culture“. Sie nähmen „inzwischen zuweilen irrationale Züge an“.

Zur Erläuterung: Unter „Cancel Culture“ versteht man den Versuch, Personen mit politisch nicht korrekten Meinungen zu strafen, etwa mit dem Verlust von Ämtern und Ansehen oder von Auftritten in der Kultur. Haseloff: „Wenn jedoch bestimmte Dinge nicht mehr thematisiert werden dürfen, sondern tabuisiert sind, schadet das dem gesellschaftlichen Diskurs.“

Haseloff bezeichnete die AfD als Hauptgegner der CDU in Sachsen-Anhalt. Dort findet am 6. Juni die Landtagswahl statt. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Parteien um Platz eins hin.

Haseloff regiert das Bundesland mit einer Koalition aus CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Bei den beiden letztgenannten Parteien gibt es starke Kräfte, die Gendersprache und Identitätspolitik befürworten.

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