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„Gnadau“: Wir sind „keine Bewegung auf dem absteigenden Ast“

18.02.2022

Der Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz. Foto: „Gnadau“
Der Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz. Foto: „Gnadau“

Kassel (IDEA) – Die Landeskirchlichen Gemeinschaften sind „keine Bewegung auf dem absteigenden Ast“. Das sagte der Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz (Kassel), vor dessen Mitgliederversammlung, die am 17. und 18. Februar digital tagte. Er verwies dazu auf das „Gemeindebarometer“, eine repräsentative Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD aus den Jahren 2020 und 2021.

Darin heißt es im Blick auf evangelikale Gemeinden (Landeskirchliche Gemeinschaften und Freikirchen), dass in ihnen „im Schnitt ein deutlich aktiveres und lebendigeres Gemeindeleben vorliegt und diese insgesamt auch größere Wachstumschancen aufweisen als die Gemeinden der evangelischen Landeskirchen“.

Nach den Worten von Spatz sind die Ergebnisse der Studie eine Steilvorlage für den Gnadauer Zukunftsprozess „Weites Land“, der am 18. und 19. Februar mit einem digitalen Kick-Off-Forum gestartet wird. „Wir haben allen Grund, hoffnungsvoll nach vorn zu schauen“, so der Generalsekretär. Er legte auch erste Zwischenergebnisse aus einer noch laufenden statistischen Erhebung der pietistischen Dachorganisation vor.

Demnach gibt es in 23 Gemeinschaftsverbänden (insgesamt gehören 34 zu „Gnadau“) derzeit 35 Gemeindegründungsprojekte. Außerdem planen diese Verbände 44 Gründungen in den nächsten fünf Jahren. 94 Gemeinden und Gemeinschaften haben in den vergangenen zwei Jahren Neubelebungsprozesse durchlaufen. Der Gnadauer Verband beschäftigt für den Bereich Gründung und Neubelebung einen eigenen Referenten: Oliver Ahlfeld (Magdeburg).

Neues Mitgliedswerk: „Lebenswende“

Die Mitgliederversammlung des Gnadauer Verband nahm am 18. Februar nahezu einstimmig ein weiteres Mitgliedswerk auf: den in der Suchtkrankenhilfe engagierten Verein „Lebenswende“. Das Werk unterhält Rehabilitationszentren in Frankfurt am Main und Hamburg. Über 1.000 Betroffene haben dort bisher Therapien durchlaufen. Nach Angaben des Werks schafften 70 Prozent den Ausstieg aus der Sucht.

Zum Gnadauer Verband gehören weitere Organisationen, die Suchtkranken helfen, darunter das Blaue Kreuz in Deutschland (Wuppertal) und das Weiße Kreuz (Ahnatal bei Kassel). Die Dachorganisation mit Sitz in Kassel umfasst insgesamt rund 90 Verbände und Werke. Als Präses amtiert Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen).

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