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Gesellschaft

Gauck fordert verstärkte Anstrengungen gegen den Hunger

04.12.2023

v. l.: Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz, der Direktor Anglican Development Services North Rift Region Kenia, Peter Nyorsok, Altbundespräsident Joachim Gauck und die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, beim Gottesdienst in Leipzig. Foto: picture alliance / epd-bild | Jens Schulze
v. l.: Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz, der Direktor Anglican Development Services North Rift Region Kenia, Peter Nyorsok, Altbundespräsident Joachim Gauck und die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, beim Gottesdienst in Leipzig. Foto: picture alliance / epd-bild | Jens Schulze

Leipzig (IDEA) – Altbundespräsident Joachim Gauck hat kritisiert, dass „in unserer Welt des Überflusses immer noch mehr als 800 Millionen Menschen“ hungern. „Kinder, die unterernährt sind, Menschen, die ihre Existenzgrundlage verlieren – all das geschieht, während genug Lebensmittel produziert werden, um alle Menschen zu sättigen“, sagte er am 3. Dezember in Leipzig.

Er sprach in einem Gottesdienst zur Eröffnung der Spendenaktion des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“. Sie steht unter dem Motto „Wandel säen“. Gauck forderte zu mehr Solidarität und persönlichem Engagement auf. „Wir sind nicht am Ende unserer Möglichkeiten, solidarisch zu sein.“ Sich für andere einzusetzen, führe auch persönlich zu nachhaltigem Glück. Dieses Glück erlebe man nicht, wenn man sich von der Welt zurückziehe.

Präsidentin Pruin sieht Verteilungs- und Gerechtigkeitskrise

Die Präsidentin von „Brot für die Welt“, Dagmar Pruin (Berlin), nannte als Grund für die steigende Zahl Hungernder eine Verteilungs- und Gerechtigkeitskrise. Doch auch wenn heute eine friedliche Zukunft und gerechte Verhältnisse kaum vorstellbar seien, stimme sie die Tätigkeit der Partner von „Brot für die Welt“ zuversichtlich. Eine Umkehr und ein Wandel seien noch möglich.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz (Dresden) bezeichnete das diesjährige Motto der Spendenaktion als einen „ganz starken Hoffnungsakt“. Die Spendenaktion „Brot für die Welt“ der evangelischen Kirche gegen Hunger und Armut fand erstmals 1959 statt. Aktuell fördert das Werk mehr als 1.800 Projekte in 90 Ländern, vor allem in den Themenbereichen Hunger, Armut, Bildung, Gesundheit, Menschenrechte und Klimaschutz.

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