Frei-/Kirchen
Früherer EKD-Ratsvorsitzender Huber erhält „LutherRose“
07.04.2022

Erfurt (IDEA) – Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber (Berlin) erhält am 30. April die „LutherRose 2021 für gesellschaftliche Verantwortung und UnternehmerCourage“. Das teilte die Internationale Martin Luther Stiftung am 7. April in Erfurt mit. Die Auszeichnung wird im Rahmen der 14. LutherKonferenz in Ditzingen bei Stuttgart überreicht.
Der langjährige Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz stand von 2003 bis 2009 an der Spitze der EKD. Der 79-Jährige wird für sein Lebenswerk als „herausragender Theologe und Kirchenmann“ geehrt. Die Stiftung möchte unter anderem „seinen nachhaltigen Beitrag für einen sachorientierten, streitbaren und fairen Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft“ würdigen. Huber habe außerdem für einen Brückenschlag zwischen evangelischer Amtskirche und evangelikaler Bewegung geworben sowie sich unermüdlich engagiert für die Bewahrung und Erneuerung deutscher und internationaler Kultur.
Die Laudatio wird die Theologin Ellen Ueberschär halten, seit 2017 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin), die Bündnis 90/Die Grünen nahesteht. Mit dem Altbischof bekommt erstmals ein Kirchenvertreter die LutherRose. Preisträger waren bisher unter anderen der Unternehmer Heinz Horst Deichmann (2008), der CSU-Politiker Peter Gauweiler (2013), die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz (2015) sowie die Unternehmer Nicola Leibinger-Kammüller (2017), Friedhelm Loh (2019) und Tandean Rustany (2020) aus Indonesien.
Die Festrede hält Altbundespräsident Gauck
Die Festrede auf der LutherKonferenz wird der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck halten. Er spricht zum Thema „Keine liberale Demokratie ohne soziale Marktwirtschaft“. Die Konferenz und die Ehrung Hubers sollten ursprünglich im November 2021 stattfinden, mussten aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.
Die Internationale Martin Luther Stiftung wurde am 10. November 2007 in Wittenberg errichtet. Sie will die Impulse der Reformation in einen Dialog zwischen Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einbringen, „um so zur Entwicklung einer verantwortungsbereiten und leistungsstarken Wirtschaft und Bürgergesellschaft beizutragen“. Die Stiftung fördert Personen, Gruppen, Ideen und Initiativen, „die im Sinne der reformatorischen Tradition ein christliches Wertefundament und Berufsethos pflegen und ihre Talente für das Gemeinwohl einsetzen“. Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführender Vorstand der Stiftung ist der Theologe und Historiker Thomas A. Seidel (Eisenach).
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