Gesellschaft
Friedensglocken-Treck nach 3.600 Kilometern in Jerusalem
13.11.2025

Nach 3.600 Kilometern hat der aus Deutschland gestartete Friedensglocken-Pferdetreck sein Ziel erreicht: Jerusalem. Teilnehmer übergaben dort am 13. November eine aus Militärschrott gegossene Friedensglocke in der Hand-in-Hand-Schule. Hier soll die 65 Kilogramm schwere Glocke künftig täglich läuten – als Zeichen für Verständigung, Hoffnung und den Mut zur Versöhnung, erklärte der Initiator des Projekts, Pfarrer Helmut Kautz (Marienfließ/Brandenburg), auf Facebook. An der Schule werden arabische und jüdische Schüler gemeinsam unterrichtet.
Bei der letzten Etappe durch Israel – rund 100 Kilometer – kamen statt Pferden Maultiere zum Einsatz. An der Übergabe der Glocke nahmen neben rund 300 Schülern auch Vertreter der Stadt Jerusalem und der Deutschen Botschaft teil.

Zum Abschluss der Feier wurde der Glockenwagen an den niederländischen Therapeuten Arthur du Mosch übergeben. Er arbeitet mit traumatisierten Soldaten und nutzt Pferde in der Therapie. „Der Wagen, der den Friedenstreck angeführt hat, soll nun Menschen helfen, nach Krieg und Trauma wieder Frieden in sich selbst zu finden“, sagte Friedbert Enders, ein ehemaliger Offizier der Nationalen Volksarmee der DDR und der Bundeswehr.
Der Treck war am 6. Mai in Brück (Brandenburg) mit acht Kutschen, 17 Pferden und 30 Teilnehmern gestartet und am 8. Mai offiziell ausgesandt worden – dem 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Der Treck reiste durch acht Länder. An der türkischen Grenze verweigerten die Behörden die Weiterfahrt. Die Route führte dann über Griechenland. Von dort aus konnte nur die Kutsche mit der Glocke verschifft werden.
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