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Fresko in der Türkei entdeckt: Jesus als der Gute Hirte

08.01.2026

Blick auf eines der Tore in der Stadt Iznik. Foto: iStock/Kateryna Maistrenko
Blick auf eines der Tore in der Stadt Iznik. Foto: iStock/Kateryna Maistrenko

In der westtürkischen Stadt Iznik – dem einstigen Nicäa – haben Archäologen bei Grabungsarbeiten einen spektakulären Fund gemacht: Sie entdeckten in einer kleinen unterirdischen Grabkammer ein gut erhaltenes Fresko, das Jesus Christus als „Guten Hirten“ darstellt. Das berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

Nach Angaben von Historikern stammt die Grabkammer aus dem dritten Jahrhundert. Damals wurden Christen im Römischen Reich noch verfolgt. Den beteiligten Wissenschaftlern zufolge ist bisher kein anderer Fund mit einem solchen antiken Motiv in Anatolien bekannt. Das Bild zeigt einen jungen Jesus ohne Bart in einer Toga mit einer Ziege auf den Schultern. Rund um das Bild zeigen die Wände Vögel, Pflanzen und Porträts vornehmer Persönlichkeiten mit Gefolge.

Im einstigen Nicäa fand im Jahr 325 das erste christliche Konzil statt. Die Grabkammer gehört zu einer Nekropole (Stadt der Toten), in der vom 2. bis zum 5. Jahrhundert Wohlhabende sowie Menschen niedriger sozialer Schichten beigesetzt wurden. Typisch für den Fundort sind Kammergräber mit Dächern aus Terrakottaplatten.

99 Prozent der knapp 88 Millionen Einwohner der Türkei sind Muslime. Nach Angaben von World Christian Database leben im Land heute rund 260.000 Christen.

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