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Freiburg: Kirchen verurteilen Sabotage der Ramadan-Beleuchtung

26.02.2026

Die Ramadan-Beleuchtung in Freiburg. Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
Die Ramadan-Beleuchtung in Freiburg. Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger

Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche in Freiburg haben die Sabotage der Ramadan-Beleuchtung im Stadtteil Betzenhausen verurteilt. Unbekannte hatten am 21. Februar mehrere Kabel an der öffentlichen Lichtinstallation durchtrennt. Am darauffolgenden Tag überdeckten drei Personen die Ramadan-Beleuchtung mit einem Banner mit der Aufschrift „Gesegnete Fastenzeit“ und einem Kreuz darauf.

Die Polizei nahm das Banner wieder ab. Laut einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) bekannte sich eine Gruppe der „Identitären Bewegung“ im Internet zu der Aktion. Die Stadt Freiburg ließ die Kabel reparieren und schaltete die Beleuchtung wieder an.

Ramadan-Beleuchtung nimmt Christen den Glauben nicht weg

In einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg erklärte die Dekanin der Evangelischen Kirche in Freiburg, Angela Heidler: „Wir stehen dafür ein, dass Religion nicht spaltet.“ Das Ziel der Kirche sei „ein stabiles Miteinander, nicht nur ein friedliches Nebeneinander“ der Religionen. „Unser Miteinander darf durch solche bewussten Beschädigungen nicht gespalten werden“, so die Dekanin.

Für die Katholische Kirchengemeinde Freiburg erklärte der stellvertretende Pfarrer Siegfried Huber, sie stehe über den interreligiösen Dialog in guter Verbindung zu den muslimischen Gemeinden in der Stadt. Weiter sagte der Geistliche: „Wir setzen uns nachdrücklich für die in Freiburg bereits erlebbare Offenheit gegenüber allen Religionen ein – und erteilen Aktionen wie dieser eine klare Absage.“

In der Pressemitteilung distanzierten sich auch vier muslimische Gemeinden sowie die jüdische Gemeinde der Stadt von dem Sabotageakt. Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) erklärte in dem Text: „Ich selbst bin Christ und Pfarrerssohn, das ist kein Geheimnis. Die Ramadan-Beleuchtung nimmt mir als Christ meinen Glauben nicht weg. Im Gegenteil: Es wird sichtbar, dass es Gemeinsames gibt.“ Beide Religionen teilten die Aufforderung zur Nächstenliebe.

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