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Fahrradunfall: Bestürzung über Tod eines Diakoniechefs

15.09.2021

Der Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Rüdiger Becker, starb am 14. September. Foto: Evangelische Stiftung Neuerkerode/Nina Stiller
Der Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Rüdiger Becker, starb am 14. September. Foto: Evangelische Stiftung Neuerkerode/Nina Stiller

Braunschweig (IDEA) – Die Evangelische Stiftung Neuerkerode (esn) der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig trauert um ihren Direktor und Vorstandsvorsitzenden, Pfarrer Rüdiger Becker. Der 59-Jährige erlag am 14. September den Verletzungen, die er bei einem Fahrradunfall erlitten hatte. Das teilte die Stiftung mit. Becker war am 12. September bei einer Radtour mit einem anderen Fahrrad kollidiert und gestürzt.

Er stand seit 2005 an der Spitze der Stiftung und entwickelte sie zu einem Zentrum für behinderte Menschen. „Neben seiner fachlichen Kompetenz als Theologe und Sozialwissenschaftler wird uns Rüdiger Becker als empathischer, lebensfroher und zugewandter Freund und Kollege unglaublich fehlen“, heißt es in einer Pressemitteilung seiner Vorstandskollegen Jessica Gümmer-Postall und Ingo Beese.

Die Stiftung wurde 1868 gegründet. Sie beschäftigt heute rund 3.000 Mitarbeiter an 70 Standorten, die 4.000 Menschen betreuen. Becker hinterlässt seine Frau und fünf Kinder.

Ein Lebensort für Menschen mit Behinderungen

Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns (Wolfenbüttel) reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht vom Tod Beckers: „Ich bin schockiert und tief traurig.“ Meyns erinnerte daran, dass Becker die Stiftung „zu einem herausragenden Lebensort für Menschen mit Behinderungen gemacht“ habe. Stets sei es ihm darum gegangen, ihre Chancen auf Teilhabe zu erhöhen und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes, würdevolles Leben zu ermöglichen.

Diakonie verliert einen Fürsprecher für die Schwachen

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer (Wolfenbüttel), erklärte: „Die Diakonie verliert mit ihm einen herausragenden Fürsprecher für die Schwachen in unserer Gesellschaft.“ Das christliche Menschenbild, das in jedem Menschen das Ebenbild Gottes sehe, sei Beckers Leitbild gewesen. Vor der esn-Leitung war Becker als persönlicher Referent des braunschweigischen Landesbischofs tätig.

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