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Evangelist: Gottes Reich ist kein „Schlaraffenland“ für Fromme

02.11.2021

Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Lunzenau schaute gemeinsam die Übertragung des Sächsischen Gemeindebibeltags. Foto: Johannes Möller
Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Lunzenau schaute gemeinsam die Übertragung des Sächsischen Gemeindebibeltags. Foto: Johannes Möller

Crimmitschau/Klingenthal (IDEA) – Gottes Reich ist kein „Schlaraffenland“ für Fromme. Stattdessen ist es das „Herrschaftssystem und Regierungsprinzip Gottes“. Das sagte Andreas Riedel (Reinsdorf bei Zwickau) vom Evangelisationsteam beim Sächsischen Gemeindebibeltag am Reformationstag (31. Oktober). Er fand in diesem Jahr via YouTube unter dem Motto „Dein Reich komme“ statt und befasste sich mit Bibeltexten aus der Offenbarung des Johannes.

Riedel weiter: „Wer diesen Herrschaftsanspruch Gottes über seinem Leben bei den Worten ‚dein Reich komme‘ ausblendet oder gar ablehnt, der übt sich lediglich in frommen Götzendienst.“ Wer hingegen bereits heute Gott den „ungetrübten Herrschaftsanspruch“ über seinem Leben einräume, der dürfe auch jetzt schon die ewigen Herrschaftsabsichten Gottes in den Blick nehmen, so der Evangelist. Alle irdischen Reiche würden vergehen, aber Gottes Reich, das noch kommen werde, bleibe in Ewigkeit bestehen.

Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim christlichen Hilfswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main), Hartmut Nitsch, sagte, dass es für Christen im reichen, wohlhabenden Westen von größter Wichtigkeit sei, „über den Tellerrand zu schauen“, wenn man geistlich wach werden und bleiben wolle. Ein Blick auf den Weltverfolgungsindex von Open Doors könne dabei helfen. Nitsch zufolge wird die gesamte Christenheit verfolgt: „Denn, es gibt in der ganzen Welt nur eine einzige Gemeinde und das ist die Gemeinde Jesu.“ Diese werde aktuell so stark verfolgt wie nie zuvor.

Der Himmel ist kein „Disneyland für Verstorbene“

Der Vorsitzende des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes, Reinhard Steeger (Leipzig), sagte in seiner Bibelarbeit, bei den meisten menschlichen Vorstellungen vom Himmel gehe es um eine Art „Disneyland für Gestorbene“. Alles drehe sich dabei um den Menschen. In der Schilderung des Himmels in der Offenbarung gehe es jedoch nicht um den Menschen, sondern um Gott. Er sitze in der Mitte des himmlischen Thronsaals auf seinem Thron.

Wie der Organisator des Sächsischen Gemeindebibeltags, Ralf Gotter (Crimmitschau), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mitteilte, wurden die Bibelarbeiten live aus der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Klingenthal (Vogtland) übertragen. Der dortige Jugendbund des Verbandes „Entschieden für Christus“ (EC) hatte den Gemeindesaal zum Studio umfunktioniert. „Es war einfach klasse, was die jungen Leute mit großem Einsatz auf die Beine gestellt haben“, so Gotter.

Die Vorträge könne man weiterhin auf YouTube anschauen. Bislang wurde das Video rund 1.500-mal angeklickt (Stand 2. November). Der Gemeindebibeltag ist eine Initiative innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelischen Allianz. Bis 2010 war das Treffen alle zwei Jahre im Juni in Crimmitschau zu Gast. Seit 2011 findet es jährlich am 31. Oktober in Glauchau statt. Bei der letzten Präsenzveranstaltung 2019 kamen rund 2.600 Besucher.

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