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Evangelischer Arbeitskreis der CSU: Sexkauf bestrafen!

25.05.2022

Eine Prostituierte auf der Straße. Foto: Samuel Becker
Eine Prostituierte auf der Straße. Foto: Samuel Becker

Bad Windsheim (IDEA) – Der Kauf sogenannter sexueller Dienstleistungen sowie die Förderung der Prostitution (Zuhälterei) sollen in Deutschland strafbar gemacht werden. Das hat die Landesversammlung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU gefordert. Sie tagte am 21. Mai in Bad Windsheim (Mittelfranken).

Die Versammlung forderte die CSU-Landesgruppe im Bundestag und die CSU-Landtagsfraktion auf, sich „mit ganzer Kraft“ für dieses Anliegen einzusetzen. Prostitution sei eine schwere Verletzung der Menschenwürde und Menschenrechte und mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie mit christlichen Werten nicht vereinbar. Die Betroffenen – meist Frauen aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn – litten unter Gewalt und Ausbeutung.

Das Europäische Parlament empfehle bereits seit 2014 allen EU-Mitgliedsstaaten, das „Nordische Modell“ einzuführen. Es bestraft Freier und beinhaltet Ausstiegshilfen für Prostituierte. Mit einer Entscheidung für das „Nordische Modell“ könne sich die CSU klar von Bündnis 90/Die Grünen abgrenzen, so die Landesversammlung. Diese Partei halte am Mythos fest, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei.

Bisheriger Vorsitzender: Kirche ist keine Bürgerinitiative für beliebige Projekte

Der bisherige Vorsitzende des EAK der CSU, Bundesminister a. D. Christian Schmidt, mahnte die evangelische Kirche. Sie müsse verhindern, „eine unter vielen Bürgerinitiativen für beliebige Projekte zu sein“. Sie solle ihr öffentliches Wort „sorgfältig verwenden“. Schmidt ist seit August 2021 Hoher Repräsentant der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina in Sarajevo.

Zur neuen Vorsitzenden des EAK der CSU wählte die Versammlung die Landtagsabgeordnete Barbara Becker (Kitzingen/Unterfranken). Sie ist die erste Frau an der Spitze des EAK der CSU. Eine ihrer Stellvertreterinnen ist die frühere Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dorothea Deneke-Stoll. Sie ist 2. Bürgermeisterin von Ingolstadt.

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