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Erzbischof befürwortet Waffenlieferungen an die Ukraine

27.03.2022

Der (katholische) Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick. Foto: Erzbistum Bamberg/ Bernhard Kümmelmann
Der (katholische) Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick. Foto: Erzbistum Bamberg/ Bernhard Kümmelmann

Nürnberg (IDEA) – Der (katholische) Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, hält es für notwendig, die Ukraine mit Waffen zu beliefern und die Bundeswehr aufzurüsten. Der russische Krieg gegen die Ukraine sei ein Angriff auf die Menschenrechte, vor allem auf das Recht auf Leben und die Freiheit der Ukrainer, sagte Schick in einem Gottesdienst am 26. März in Nürnberg.

Wie das Erzbistum auf seiner Internetseite weiter mitteilte, betonte Schick, dass das Verteidungsrecht und die Verteidigungspflicht in der Bibel begründet seien. Bei der Verteidigung müsse es vor allem um die Wahrheit und um das Recht gehen: „Wir müssen unsere Werte verteidigen, und zu den wichtigsten Werten gehören die Menschenrechte.“ Die Aufrüstung der Bundeswehr sei wichtig, „weil wir jahrelang den Verteidigungsfall gar nicht im Blick hatten“.

Die Meinungen führender Repräsentanten in der evangelischen Kirche zu Waffenlieferungen an die Ukraine sind geteilt. Die EKD-Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus (Bielefeld), hatte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) Verständnis dafür geäußert: „Ich halte es für schwierig, die geforderten Waffenlieferungen abzulehnen, wenn die Menschen sich nicht allein aus eigenen Kräften verteidigen können.“ Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg), ist „konsequent“ dagegen. Ein Mehr an Waffen könnte in einer „unabsehbaren Eskalation“, wenn nicht sogar in einem Atomkrieg enden, sagte er Mitte März dem Bayerischen Rundfunk.

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