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Erstmals jüdischer Verein im DFB-Pokal: Makkabi Berlin

10.06.2023

Die Spieler von TuS Makkabi bejubeln den Sieg im Landespokal. Foto: Picture Alliance/Matthias Koch
Die Spieler von TuS Makkabi bejubeln den Sieg im Landespokal. Foto: Picture Alliance/Matthias Koch

Berlin (IDEA) – Erstmals wird ein jüdischer Verein im Wettbewerb um den DFB-Pokal dabei sein: der Oberligist TuS Makkabi Berlin. Das Team hatte sich am 3. Juni durch den Gewinn des Berliner Landespokals qualifiziert. Die Mannschaft siegte nach Verlängerung mit 3:1 gegen Sparta Lichtenberg.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, war Zuschauer vor Ort und gratulierte zum Sieg.

Der Kapitän der Mannschaft, Doron Bruck, sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“, dieser Erfolg sei „die Sternstunde unserer Vereinsgeschichte“. Nach seinen Angaben gehören zu der Mannschaft Spieler aus 17 Ländern. In ihr kicken Juden und Nichtjuden zusammen. Das Miteinander funktioniere auch abseits des Platzes „richtig gut“, so Bruck. Zur Frage, ob von dem Erfolg auch ein gesellschaftliches Signal ausgeht, sagte er: „Angesichts der deutschen Geschichte und der Ausgrenzung jüdischer Sportler in der Zeit des Nationalsozialismus ist dieser sportliche Erfolg ein schönes Signal und ein Riesenschritt nach vorn.“

In der 1. Hauptrunde des Pokalwettbewerbs wird der Amateurverein auf einen Profiklub aus der Bundesliga oder der 2. Bundesliga treffen.

Der DFB-Pokal wird jährlich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veranstaltet und ist nach der deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball.

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