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„Empathie ist essenziell in der Weitergabe von Wahrheit“

27.06.2022

IDEA-Redakteur Thomas Richter und der christliche Influencer und Prediger, Christian Al-Masoud. Screenshot: Instagram/ mein.idea
IDEA-Redakteur Thomas Richter und der christliche Influencer und Prediger, Christian Al-Masoud. Screenshot: Instagram/ mein.idea

Wetzlar (IDEA) – „Empathie ist essenziell in der Weitergabe von Wahrheit.“ Diese Auffassung vertrat der christliche Influencer und Prediger, Christian Al-Masoud (Stuttgart), beim IDEA-Liveformat #StammTischgespräche der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar) am 23. Juni auf Instagram. Gemeinsam mit IDEA-Redakteur Thomas Richter sprach er über das Thema „Wahrheit – in einer wahrheitsarmen Generation“.

Indem Gott in Jesus Christus Mensch wurde, habe er den Christen ein Vorbild darin gegeben, was es heißt bei der Vermittlung von Wahrheit Empathie (Einfühlungsvermögen) zu haben, so der 24-Jährige weiter. Er selbst versuche immer wieder, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen, um die Wahrheit in Liebe verkündigen zu können. Al-Masoud betonte, dass Wahrheit und Liebe zusammengehören: „Liebe ohne Wahrheit ist keine Liebe. Wahrheit ohne Liebe ist keine Wahrheit.“

Auslöser für seine Arbeit in den Sozialen Medien war eine christliche Freizeit, bei der er ein Seminar über Sex gehalten habe. Viele junge Menschen hätten dieses besucht und großes Interesse gezeigt, so Al-Masoud. Daraufhin habe er in den Sozialen Medien auf Instagram und TikTok begonnen, Videos mit christlichen Inhalten zu posten. In seinen Videos geht er auch auf kontroverse Themen wie Hölle, Abtreibung und Sex vor der Ehe ein. Auf Instagram erreicht er mittlerweile fast 12.000 und auf TikTok über 18.000 Personen. Aufgrund seiner Tätigkeit in den Sozialen Medien werde er auch von unterschiedlichen christlichen Gemeinden in ganz Deutschland angefragt, in deren Gottesdiensten oder Hauskreisen zu predigen.

Was die Kirchen falsch gemacht haben

Ferner vertrat Al-Masoud die Ansicht, dass die Kirchen in den letzten Jahren vermehrt Fehler gemacht hätten. So hätten sie einen zu großen Fokus darauf gelegt, Menschen nicht zu „vergraulen“. Kirchen seien jedoch nicht dazu bestimmt, nur darauf zu achten, es allen Menschen recht zu machen. So würden etwa bestimmte Aussagen der Bibel nicht betont, was jedoch zu Halbwahrheiten führe. „Ich glaube, es ist die Strategie des Teufels, Halbwahrheiten zu erzählen“, so Al-Masoud.

Neben der Verkündigung des Himmels und der Gnade Gottes, müsse die Kirche auch über die Hölle und das Gericht Gottes reden. Wenn Gnade ohne Gericht verkündigt werde, dann sei die Gnade „billig und nichtig“. „Wer braucht Gnade, wenn es kein Gericht gibt?“ Deshalb appelliert er an die Kirchen, die „volle Wahrheit“ zu verkündigen. Diesen Anspruch habe er auch an sich selbst. Al-Masoud ist Sohn syrischer Eltern und studiert Wirtschaftsingenieurwesen. Das Gespräch kann weiterhin auf dem Instagram-Kanal von IDEA – mein.idea – angesehen werden.

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