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Gesellschaft

Eltern schwerkranker Kinder brauchen mehr Hilfe

08.02.2022

Der Vorstandsvorsitzende des Malteser Hilfsdienstes, Elmar Pankau. Foto: Malteser/ Dirk Moll
Der Vorstandsvorsitzende des Malteser Hilfsdienstes, Elmar Pankau. Foto: Malteser/ Dirk Moll

Köln (IDEA) – Die Eltern von schwerkranken Kindern brauchen mehr Hilfe. Das fordert der katholische Malteser Hilfsdienst. Anlass ist der „Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit“ am 10. Februar.

Die Corona-Pandemie stelle die Eltern vor zusätzliche Herausforderungen, erklärte die Hilfsorganisation in einer Pressemitteilung. Viele von ihnen hätten sich aus Angst, ihr Kind zu infizieren, noch stärker vom sozialen Leben zurückgezogen. Darüber hinaus sei es schwieriger geworden, eine gute Betreuung für die Geschwister der erkrankten Kindern zu gewährleisten. Viele Eltern seien „ständig am Limit, um die Familie am Laufen zu halten“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Malteser Hilfsdienstes, Elmar Pankau (Köln).

Sie benötigten die Hilfe von qualifizierten Beratern, um ihre vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen und um einen Überblick über das unübersichtliche Angebot von Unterstützungsmöglichkeiten zu bekommen. Ein großer Teil der Hilfsangebote für die betroffenen Familien werde noch nicht von den Krankenkassen finanziert. Sie seien zur Zeit nur durch Spenden und das Engagement ehrenamtlicher Helfer möglich. Deswegen müsse es „zügig“ Gespräche mit den Krankenkassen über eine Rahmenvereinbarung für die Finanzierung der Kinder- und Jugendhospizarbeit geben, forderte Pankau.

Der Malteser Hilfsdienst unterhält bundesweit 38 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste sowie eine ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche. Er begleitet derzeit 484 schwerkranke Kinder und Jugendliche.

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