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Eckart von Hirschhausen: In Kirchen liegt das „Heilende“

23.01.2022

Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen  in seiner Videobotschaft. Screenshot: Christlicher Gesundheitskongress
Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen in seiner Videobotschaft. Screenshot: Christlicher Gesundheitskongress

Hannover (IDEA) – Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen (Berlin) hat Gemeinden ermutigt, sich um pflegebedürftige Menschen zu kümmern. Die Kirche trage das „Heilende in sich“, sagte er in einer Videobotschaft zum 8. Christlichen Gesundheitskongress. Dieser fand vom 16. bis 22. Januar digital statt.

Jeder zweite Mensch in Deutschland werde Hochrechnungen zufolge im Alter auf Pflege angewiesen sein, so Hirschhausen. Bislang könnten sich Betroffene auf ihre Familie, Nachbarschaft, das Gesundheitswesen und auch Kirchengemeinden verlassen. Doch diese Netzwerke werden „brüchiger“. Es brauche künftig stärker christliche Netzwerke und Gemeinden.

Er ermutigte, Solidarität und Barmherzigkeit mit Kranken und Schwachen als einen christlichen Wert hochzuhalten. Als Beispiel verwies er auf eine biblische Geschichte. Demnach ließen vier Männer einen Gelähmten vom Hausdach ins Innere herab, damit Jesus ihn heilt (Markus 2,1-12). Diese Erzählung finde er „so stark“, weil Jesus den Kranken nicht fragte: „Bist du privatversichert oder Kasse?“. Vielmehr habe Jesus der Glaube der „starken Unterstützer“ des Gelähmten beeindruckt. Laut Hirschhausen geht es für kranke Menschen letztlich um die Frage, wer sie im Leiden nicht allein lässt.

280 Menschen nahmen an dem digitalen Kongress teil

Der überkonfessionelle Christliche Gesundheitskongress stand unter dem Motto „Darauf kannst du dich verlassen! vertrauen.hoffen.verantworten.“ Die Plenumsveranstaltungen wurden aus Hannover übertragen. Laut Veranstalter nahmen rund 280 Menschen teil, darunter Ärzte und Therapeuten, Pflegekräfte und Theologen. Rund 80 Prozent gehören den Angaben zufolge zu einer landes- oder freikirchlichen Gemeinde, 20 Prozent sind katholisch.

Vor der Coronapandemie besuchten zwischen 450 und 800 Personen die jährlich stattfindende Fortbildungsveranstaltung.

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