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DZI: Bisher 812 Millionen Euro Spenden für Ukraine-Hilfe

14.06.2022

Viele Bürger in Deutschland helfen der Ukraine, indem sie Geld spenden. Foto: pixabay.com
Viele Bürger in Deutschland helfen der Ukraine, indem sie Geld spenden. Foto: pixabay.com

Berlin (IDEA) – Bürger in Deutschland haben bisher für die vom Krieg betroffenen Menschen in und aus der Ukraine 812 Millionen Euro gespendet. Das teilte das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) am 14. Juni in Berlin mit. Die Angaben stützen sich auf eine Umfrage des DZI bei elf Hilfsbündnissen und -werken (Stand 3. Juni). Dabei sind die Spenden für viele kleinere Organisationen und Sachspenden nicht erfasst.

Das bisherige Spendenaufkommen ist laut DZI das nominal höchste, das seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland für die Opfer einer Katastrophe gemessen wurde. Berücksichtige man die Geldwertentwicklung, sei allerdings das Aufkommen für die Betroffenen des Tsunamis 2004 in Südostasien noch höher gewesen. Es entspreche heute einem Wert von 904 Millionen Euro.

Das höchste Spendenaufkommen für die Ukraine-Hilfe verzeichneten dem DZI zufolge die Aktion Deutschland Hilft (220,4 Millionen Euro), das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe (141,5 Millionen Euro) und das Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not (97,6 Millionen Euro). Auch große christliche Hilfswerke sind aufgeführt: der katholische Deutsche Caritasverband (32 Millionen Euro), die Diakonie Katastrophenhilfe (24,4 Millionen Euro) und die Johanniter-Unfall-Hilfe (17,5 Millionen Euro).

Der Geschäftsführer und wissenschaftliche Leiter des DZI, Burkhard Wilke, erklärte dazu: „Die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft für die Ukraine ist nach unserer Einschätzung zwar weiter hoch; niedriger geworden ist aber das täglich neu gespendete Volumen von Geld und Sachen.“ Zu neuen oder zusätzlichen Spenden könnten jetzt vor allem „informative, transparente Berichte über den erfolgreichen Einsatz geleisteter Spenden und über konkreten, weiter bestehenden Bedarf beitragen“.

Wilke verwies zugleich auf Spendenaufrufe etwa bezüglich der dramatischen Hungerkrise im Sudan und anderen afrikanischen Staaten. Sie machten deutlich, dass auch dieser Teil der Welt dringend auf Hilfe der Weltgemeinschaft angewiesen sei.

Das Institut unterstützt Spender bei ihrer Entscheidung mit dem DZI-Spenden-Info „Nothilfe Ukraine“ (www.dzi.de).

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