Gesellschaft

Dresden: Größte christliche Musikschule vor finanziellen Problemen

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Schüler der Musikschule bei der Aufführung des christlichen Musicals „Nehemia“. Foto: Cindy Tamme
Schüler der Musikschule bei der Aufführung des christlichen Musicals „Nehemia“. Foto: Cindy Tamme

Die größte christliche Musikschule in Deutschland – „Goldenes Lamm“ in Dresden – steht vor finanziellen Problemen. Hintergrund ist das im Sommer 2022 vom Bundessozialgericht gefällte „Herrenberg-Urteil“. Demnach ist eine rechtssichere Beschäftigung der Lehrer nur im Rahmen einer Festanstellung mit Sozialversicherungsabgaben möglich.

Das ist mit erheblichem finanziellen Mehraufwand verbunden. So rechnet das „Goldene Lamm“ mit einer Finanzlücke von 300.000 Euro für das kommende Schuljahr, berichtet der Leiter der Musikschule, Daniel Scheufler. 53 von 60 Lehrern seien bisher als Honorarkräfte beschäftigt. Ab dem nächsten Schuljahr erhielten alle eine Festanstellung, so Scheufler.

Um diesen finanziellen Mehraufwand stemmen zu können, müsste die Einrichtung nach eigenen Angaben die monatlichen Beiträge für die 1.200 Schüler um 63 Prozent erhöhen. Das sei gegenüber den Eltern nicht durchsetzbar. Die Musikschule wolle eine Ausbildung für jedes Kind ermöglichen und nicht nur für Besserverdienende, so Scheufler.

Der Dresdner Stadtrat habe sich zwar grundsätzlich für finanzielle Hilfen ausgesprochen, diese gelten aber erst für das übernächste Schuljahr 2025/26. Eine erste Spendenaktion hat es schon gegeben. Diese habe aber mit 40.000 Euro nur einen Bruchteil der anstehenden Kosten eingebracht, berichtet Scheufler.

Die Musikschule wurde 2009 als Arbeitszweig der Freien Evangelischen Gemeinde (FeG) Dresden gegründet. Sie startete mit 15 Schülern.

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