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Drei Jahre nach der Flut: Christliche Werke helfen weiterhin

14.07.2024

Schwer getroffen: Die Gemeinde Schuld am Tag nach der Hochwasserkatastrophe. Foto: picture alliance/dpa/Thomas Frey
Schwer getroffen: Die Gemeinde Schuld am Tag nach der Hochwasserkatastrophe. Foto: picture alliance/dpa/Thomas Frey

Drei Jahre nach der Flutkatastrophe in Westdeutschland sind christliche Hilfsorganisationen immer noch in den betroffenen Regionen im Einsatz. In der Nacht vom 14. auf 15. Juli 2021 richteten Überschwemmungen in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schwere Schäden an. Über 180 Menschen kamen ums Leben. Besonders schwer betroffen war das Ahrtal.

„Noch heute sind Zerstörungen sichtbar, Gemeinschaften zerrissen und Betroffene traumatisiert“, berichtet die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe in einer Bilanz der bisher geleisteten Hilfe. Mittlerweile seien nahezu alle eingegangenen Spendengelder in Höhe von 47,87 Millionen Euro ausgegeben bzw. für laufende Projekte in Höhe von 12,8 Millionen Euro fest verplant.

Wiederaufbau und Gemeinschaft

„Der Verlust von Wohnraum und Eigentum hat die Menschen nicht nur in existenzielle Not gebracht. Sie müssen langfristig auch emotional mit der Katastrophe umgehen“, erklärte Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Das Hilfswerk vermittele den Betroffenen immer noch finanzielle Hilfen für den Wiederaufbau von Häusern.

Darüber hinaus begleite sie die Menschen mit psychosozialen Angeboten. Eines davon ist etwa das Projekt „Soziale Gemeinschaften stärken“, das klassische Sozialarbeit mit Aktionen zur Katastrophenprävention und zum Klimaschutz verbindet. Dazu gehören etwa Erste-Hilfe-Kurse, das Ausarbeiten von Evakuierungsplänen und Baumpflanzaktionen.

Begegnungen und Gespräche

Auch die Hilfsorganisation Hoffnungswerk setzt auf langfristige Hilfe. Sie wurde 2021 von der Evangelischen Freikirche Siegburg und dem christlichen Hilfs- und Missionswerk „To All Nations“ (Zu allen Nationen/Bornheim bei Bonn) gegründet. In den ersten zehn Monaten nach der Katastrophe koordinierte sie die Arbeit von rund 18.000 freiwilligen Helfern aus ganz Deutschland.

Mittlerweile steht auch für das Hoffnungswerk die psychosoziale Hilfe im Vordergrund. So betreibt es Cafés wie den „Begegnungsort“ in Ahrweiler. In Altenahr hat das Hilfswerk eine ehemalige Eisdiele, die bei der Flut stark beschädigt worden war, zu einem Begegnungszentrum ausgebaut.

Dort gibt es neben dem „Begegnungscafé nur mut“ eine Beachvolleyball-Anlage. Das Angebot in dem Zentrum reicht von Sportturnieren über Spielenachmittage und lockere Gesprächsrunden bis hin zu therapeutischer Beratung.

Ein weiterer Schwerpunkt des Hoffnungswerks sind Angebote für Kinder, etwa ein offener „KidsTreff“ in Altenburg oder der „KidsBus“, der für Geburtstage und Kinderfeste gebucht werden kann.

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