Interview
Die Kraft des Gebets entdecken
14.01.2024

Es gibt viele verschiedene Wege, um mit Gott zu kommunizieren. Das Gebet ist die einfachste Form – und zugleich die Form, in der wir Gott und seine Kraft in unserem Leben in besonderer Weise erfahren können. Warum ein Gebetstagebuch dabei hilfreich sein kann, beschreibt Astrid Hadem, Geschäftsführerin der IDEA-Medienagentur zeichensetzen, im Interview.
IDEA: Für viele Christen ist das Gebet eine Selbstverständlichkeit. Warum sollten sie noch ein Gebetstagebuch führen?
Astrid Hadem: Im Alltag vergessen wir manchmal, worum wir ein paar Wochen zuvor noch gebetet haben. Ein Gebetstagebuch, in dem wir unsere Gebetsnotizen und Anliegen festhalten, ist eine wunderbare Möglichkeit, im Auge zu behalten, wie Gott – manchmal auf unerwartete Weise – erhört, worum wir ihn bitten. Erhörte Gebete wiederum stärken unseren Glauben und vertiefen unsere Beziehung zu Gott.
IDEA: Ob Corona, Ukraine-Krieg oder Energiekrise, ob Krankheit oder persönliche Schwierigkeiten: Lehrt Not beten? Sind Krisenzeiten Gebetszeiten?
Hadem: Ja und nein. Ja, weil es keinen besseren Ort als das Gespräch mit Gott gibt, um unsere Ängste und Sorgen an jemanden abzugeben, der alles in seiner Hand hat und dem alles möglich ist. In Gebet und Fürbitten liegt eine besondere Kraft. Und nein – denn auch gute Zeiten sind Gebetszeiten, weil es viel Grund zum Danken gibt. Auch das festzuhalten, stärkt unser Vertrauen.
IDEA: In der IDEA EDITION sind inzwischen drei Gebetstagebücher erschienen. Wie kam es zu der Idee?
Hadem: Vor 20 Jahren sprach ein Prediger in meiner Gemeinde darüber, dass Gott sich auch um die Kleinigkeiten unseres Lebens kümmern möchte. Er hatte das einst selbst überprüft, indem er ein Gebetstagebuch begonnen hatte. Seine erste Bitte lautete: „Herr, ich brauche einen Staubsauger und habe kein Geld dafür.“ Wenige Tage später klingelte ein Nachbar, der einen überflüssigen Staubsauger aussortieren wollte.
Das brachte mich auf die Idee, ein Gebetstagebuch zu führen. Immer wieder komme ich seitdem ins Staunen, wie Gott Gebete erhört – manchmal ganz anders, als ich jemals erwartet hätte. Meine Erahrung: Unser Gott ist ein Gott, der gerne gibt. Mit unseren Gebetstagebüchern möchte ich diese Erfahrung teilen.

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