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Porträt

„Die Bibel ist wahr“: Warum ein Ex-Muslim begeistert von Jesus erzählt

11.08.2022

Omar Sultan wird sich mit den Theologen Prof. Dr. Udo Schnelle und Prof. Dr. Jacob Thiessen über die vier Evangelien unterhalten. Foto: Haqiqa TV
Omar Sultan wird sich mit den Theologen Prof. Dr. Udo Schnelle und Prof. Dr. Jacob Thiessen über die vier Evangelien unterhalten. Foto: Haqiqa TV

Omar Sultan ist Gründer des Projekts Haqiqa. Warum ihm die Glaubwürdigkeit der Bibel so wichtig ist und warum er den YouTube-Kanal Haqiqa TV betreibt, hat er IDEA-Redaktionsleiterin Daniela Städter erzählt.

Omar Sultan (Deckname) ist in einer muslimischen Familie aufgewachsen. 2015 hat sich der heute 25-Jährige taufen lassen. Seitdem will er vor allem eines: Menschen von Jesus Christus berichten.

Eine wichtige Rolle spielt dabei für ihn das Haqiqa-Projekt, wie er im Gespräch erzählt. Haqiqa ist Arabisch und bedeutet Wahrheit. Mit seinem evangelistischen Projekt will er sowohl Muslime als auch Nichtmuslime erreichen. Es ist seit einem Jahr am Bibelseminar Bonn angedockt, wo Sultan auch studiert. Zu dem Projekt gehört neben evangelistischen Einsätzen auf der Straße ein YouTube-Kanal: Haqiqa TV.

Am kommenden Freitag, 12. August, werden dort um 20 Uhr die Theologieprofessoren Udo Schnelle (Halle/Saale) und Jacob Thiessen, Rektor an der Staatsunabhängigen Theologische Hochschule (STH) Basel, über die Glaubwürdigkeit der Evangelien diskutieren. Sultan wird moderieren. Auch Theologen wie Roland Werner, Vorsitzender der „Koalition für Evangelisation“ und Prof. Friedhelm Jung, Dekan am Bibelseminar Bonn, hatte er bereits bei Haqiqa TV zu Gast.

Die Bergpredigt traf mitten ins Herz

Warum ihm das Thema Glaubwürdigkeit der Bibel so wichtig ist? Weil er selbst lange daran gezweifelt hat, erzählt Sultan. Er wurde in Deutschland geboren, seine Familie stammt aus dem Irak. Als er noch ein Kind war, ging die Familie zurück in die Heimat. Seine Eltern hätten gewollt, dass ihre vier Kinder in einer muslimisch geprägten Umgebung aufwachsen, sagt Sultan.

Mit der Zeit seien im Zweifel gekommen. Er habe sich gefragt, warum es im Koran so viele Vorgaben gibt, warum es Männern laut dem Koran erlaubt ist, mehrere Frauen zu haben während Frauen viel weniger Rechte hatte und vieles mehr: „Ich wollte diesen strengen Islam nicht mehr leben.“ Und so entschied er sich, mit 16 Jahren das Land zu verlassen – alleine.

Er kam nach Deutschland, ging zur Schule, machte eine Ausbildung, die er nicht abschloss, und beschäftigte sich immer wieder mit dem Glauben. Vor etwa sieben Jahren saß er in Neu-Ulm an der Donau. Wieder fragte er: „Gott, gibt es Dich wirklich? Kannst Du Dich mir zeigen?“ Wenige Minuten später kamen zwei Frauen an ihm vorbei – und schenkten ihm eine Bibel. Er begann zu lesen. Die Bergpredigt traf ihn mitten ins Herz.

Polemik ist tabu

Doch je mehr er in den kommenden Jahren las, desto schwieriger wurde die Botschaft für ihn. Es schien schwer zu sein, als Christ zu leben. In einer Gemeinde betete er wieder auf den Knien und spürte, wie Jesus ihm sagte: „Folge mir nach.“ Es folgte die Taufe in einer Gemeinde in Neu-Ulm und ein Traum, in dem er sehen konnte, dass Jesus ihm alles vergeben hatte.

Er studiert nun in Bonn und besucht die Mosaikkirche Frankfurt-Nord. Zum Team von Haqiqa gehören mittlerweile rund 25 Personen, die Sultan bei dem YouTube-Projekt, aber auch bei Straßeneinsätzen unterstützen. „Ich bin ehrlich, aber auch vorsichtig“, sagt er. Polemische Aussagen über den Islam sind grundsätzlich tabu: „Mir ist wichtig, zu überzeugen und den Menschen deutlich zu machen, dass Jesus Christus für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist und dass die Bibel wahr und glaubwürdig ist.“

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