Ressorts
icon-logo

Menschenrechte

CSU-Politikerin Bär fordert Sexkauf-Verbot in Deutschland

12.09.2023

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär. Foto: Picture Alliance/Frederic Kern/Geisler-Fotopress
Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär. Foto: Picture Alliance/Frederic Kern/Geisler-Fotopress

Berlin (IDEA) – Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär (Bad Kissingen), hat ein Sexkauf-Verbot in Deutschland gefordert. In einem Interview mit „Bild“ bezeichnet die Politikerin die aktuelle Situation der Prostituierten als „dramatisch“. Sie schätzt, dass deren Zahl hierzulande bei rund 250.000 liegt. Die meisten von ihnen stammten aus dem Ausland. Oft würden sie mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und anschließend zur Prostitution gezwungen.

Bär: „Das ist Menschenhandel mitten in Europa, es ist wie Sklavenhaltung“. Die Frauen erlebten durch ihre Freier und Zuhälter schlimmste Misshandlungen. Bär spricht sich für das sogenannte „Nordische Modell“ aus, das Prostituierte entkriminalisiert und eine Bestrafung aller vorsieht, die von sexueller Ausbeutung profitieren. Zum Hintergrund: Das Nordische Modell wurde erstmals 1999 in Schweden eingeführt. Weitere Länder haben es übernommen, darunter Frankreich, Norwegen und Israel.

Bär: „Es kann keine echte Gleichberechtigung geben, solange wir hinnehmen, dass Hunderttausende Frauen wie Sklaven behandelt werden. Es ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde, den wir dringend beenden müssen.“

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank. 

Jetzt spenden.

4 Wochen IDEA Digital 8,50 Euro 1,00 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de