Gesellschaft

Christen und Muslime spenden mehr als Konfessionslose

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Religiosität sei ein starker Faktor für das Spenden, so der Befund. Grafik: IDEA
Religiosität sei ein starker Faktor für das Spenden, so der Befund. Grafik: IDEA

Christen und Muslime spenden in Deutschland mehr als Konfessionslose. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bonsai Research (Bremen) im Auftrag des Deutschen Fundraising Verbandes (Berlin). Demzufolge spenden 56 Prozent der Christen und 55 Prozent der Muslime. Bei Konfessionslosen liegt der Anteil bei 46 Prozent.

Das zeige, heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Fundraising Verbandes, dass „Religiosität ein starker Faktor für das Spenden ist, der einen ähnlichen Einfluss hat wie Alter oder Vermögen“. Der Fundraising-Experte und Beirat des Deutschen Fundraising Verbandes, Prof. Tom Neukirchen, nahm Bezug auf die zurückgehenden Mitgliederzahlen in den beiden großen Kirchen.

Es gebe immer mehr Austritte und immer weniger Taufen. Zugleich sammelten eine Vielzahl christlicher Hilfswerke Spenden. Sie stünden in Zukunft in einem immer stärkeren Wettbewerb untereinander um „diese schrumpfenden und alternden Zielgruppen“, so Prof. Neukirchen: „Es erscheint für Fundraiser*innen vielversprechender, den richtigen Spendenansatz für nicht-religiöse Menschen um 40 zu finden. Da besteht noch viel Luft nach oben.“

Befragt wurden 2.285 christliche, 1.928 konfessionslose und 110 muslimische Internetnutzer zwischen 16 und 70 Jahren.

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