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Menschenrechte

Bethel-Chef kritisiert Kassenzulassung vorgeburtlicher Bluttests

30.06.2022

Der Vorstandsvorsitzende der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld, Pastor Ulrich Pohl. Foto: privat
Der Vorstandsvorsitzende der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld, Pastor Ulrich Pohl. Foto: privat

Bielefeld (IDEA) – Der Vorstandsvorsitzende der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld, Pastor Ulrich Pohl, hat Kritik an der Kassenzulassung vorgeburtlicher Bluttests für Schwangere geübt. Durch die Tests kann eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür nachgewiesen werden, dass bei einem ungeborenen Kind Trisomie 13, 18 oder 21 (Downsyndrom) vorliegt. Sie werden ab dem 1. Juli von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Bisher müssen Schwangere die Kosten selbst tragen. Sie liegen je nach Anbieter zwischen 130 und 540 Euro. Pohl erklärte in einer Pressemitteilung, die Tests führten zu einer Diskriminierung behinderter Menschen. Sie verbesserten nicht die medizinische Versorgung der Schwangeren und lieferten keine Therapiemöglichkeit für das ungeborene Kind. Stattdessen sei zu befürchten, dass sehr viele Kinder mit dieser Behinderung gar nicht mehr zur Welt kämen.

Wenn sie zunehmend als „vermeidbar“ wahrgenommen würden, setze das Eltern unter Druck, sich für eine Abtreibung zu entscheiden. In Dänemark seien nach der Kassenzulassung der Tests nur noch halb so viele Kinder mit Downsyndrom geboren worden wie vorher.

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