Frei-/Kirchen
Besucherrekord bei „Weihnachten neu erleben“
02.02.2024

Karlsruhe (IDEA) – Zu den neun Aufführungen des Weihnachtsmusicals des überkonfessionellen Vereins „Weihnachten neu erleben“ kamen im Dezember 2023 rund 65.000 Besucher – so viele wie noch nie. Sie mussten keinen Eintritt zahlen, spendeten aber vielfach freiwillig, sodass insgesamt 400.000 Euro an Spenden für Kinderhilfsprojekte in Karlsruhe zusammenkamen.
Die begünstigten Werke sind die „Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe“, die Hanne-Landgraf-Stiftung und das St. Antonius-Kinderheim in Karlsruhe. Wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt, hat ein ehrenamtlicher Mitarbeiter bekundet, dass er „selbst aus finanziell schwierigen Verhältnissen“ komme und sich als Kind einen Ort wie die ARCHE gewünscht habe. „Umso schöner, dass ich nun mit ‚Weihnachten neu erleben‘ dazu beitragen kann, dass andere Kinder, die in Not sind, in der ARCHE Hoffnung finden.“
Nachdem das Musical in den Jahren 2020 coronabedingt ohne Zuschauer und 2021 unter Einschränkungen hatte aufgeführt werden müssen, konnte die dm-Arena in diesem Jahr wieder voll besetzt werden. Es ging bei der Aufführung um die Geschichte von drei Weihnachtsmarktbesuchern, die durch die Fahrt mit einem Karussell auf einem besonderen Jahrmarkt landen.
Anhand von bekannten Titeln wie „I Wanna Dance With Somebody“ von Whitney Houston (1963–2012) oder „A Sky Full Of Stars“ von Coldplay erzählten die Darsteller und Musiker die Geschichte des Jahrmarktbesitzers. Dabei stand besonders das Thema Einsamkeit im Fokus.
Die Vorlage dazu lieferte die Entstehungsgeschichte des Adventsliedes „Macht hoch die Tür“ von Georg Weissel (1590–1635). Die Aufführung wurde auch bei Bibel TV übertragen und kann in der Mediathek des Senders und auch auf dem YouTube-Kanal von „Weihnachten neu erleben“ angesehen werden. Sie wurde bei YouTube fast 62.000-mal abgerufen (Stand: 2. Februar). Der Verein geht allerdings davon aus, dass sie von vielen Familien gesehen werde, weshalb die tatsächlichen Zuschauerzahlen deutlich höher sein dürften.

Christen verschiedener Konfessionen arbeiten zusammen
Erstmals hatten die Karlsruher Kirchen zudem auf dem Messegelände einen gemeinsamen Stand aufgebaut, an dem Faltblätter mit Einladungen zu den Adventsgottesdiensten in über 50 Karlsruher Gemeinden und zu Alpha-Kursen in der Region verteilt wurden. Außerdem wurden insgesamt etwa 1.200 Bibeln weitergegeben.
Aus Sicht des Gründers der Initiative, Michael Hoffmann (Karlsruhe), hat die „hervorragende Zusammenarbeit“ zwischen den zahlreichen Kirchen in Karlsruhe trotz ihrer konfessionellen Unterschiede maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen. Alle 2.000 Mitwirkenden verzichteten auf eine Gage und führten die Veranstaltung ehrenamtlich durch, um Kindern und Jugendlichen aus der Region ein glückliches Weihnachten zu ermöglichen.
Zahlreiche Sponsoren und Unternehmen trugen dazu bei, die Kosten zu decken. Unterstützt wird das Projekt zudem von mehreren christlichen Organisationen, darunter der Evangelischen Allianz in Deutschland (Bad Blankenburg), Willow Creek Deutschland (Gießen), proChrist (Kassel) und der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi/Berlin).
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