Politik
Bayerische Baptisten fordern Abschiebestopp für christliche Iraner
08.10.2024

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Der bayerische Landesverband des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG/Baptisten) fordert einen Abschiebestopp für christliche Iraner. Dessen Leiter, Pastor Johan Drogt (Straubing/Niederbayern), und der Leiter der bayerischen Iranerarbeit im Verband, Pastor Mohsen Kornelsen (Ingolstadt), haben deshalb einen Brief an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geschrieben, der der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA vorliegt.
Darin weisen die beiden darauf hin, dass das Regime der Islamischen Republik Iran systematisch ethnische, religiöse und sexuelle Minderheiten, Dissidenten und Frauen verfolge. „Angesichts dieser gravierenden Menschenrechtsverletzungen fordern wir, dass sich Bayern für einen Abschiebestopp von gefährdeten Christen in den Iran einsetzt.“
Der Verband nehme wahr, dass die Politik die Frauen und auch die sexuellen Minderheiten durchaus berücksichtige, „dass aber oft die religiös Verfolgten nicht wahrgenommen“ würden.
Konvertiten sind besonders gefährdet
Drogt und Kornelsen weisen darauf hin, dass die größte christliche Gemeinschaft im Iran aus Konvertiten bestehe, die jedoch vom Staat nicht anerkannt und massiv verfolgt würden. Sie dürften sich nicht in Kirchen versammeln, sondern seien gezwungen, heimlich in Hauskirchen zusammenzukommen. Diese würden regelmäßig vom Geheimdienst und der Revolutionsgarde überwacht und gestürmt.
Die Mitglieder würden zu langen Haftstrafen, Auspeitschungen oder Zwangsarbeit verurteilt. So habe es im Juni Urteile gegen acht zum Christentum konvertierte ehemalige Muslime gegeben. Sie sollen insgesamt 45 Jahre hinter Gitter, nachdem sie im Zuge einer Verhaftungswelle um Weihnachten 2023 festgenommen worden waren. Zum Landesverband gehören etwa 6.100 Mitglieder in 60 Gemeinden.
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