Frei-/Kirchen
Baptisten reformieren ihre Struktur
17.05.2026

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat den rechtlichen Rahmen für seine neue Struktur „Unser Bund – Segen bewegt“ (UB25) geschaffen. Mit großer Mehrheit beschloss der Bundesrat des BEFG vom 13. bis 16. Mai in Kassel entsprechende Änderungen an der Verfassung sowie an der Geschäfts- und Wahlordnung. Das teilte der BEFG mit. Ziel ist es, Gemeinden in ihrem missionarischen Engagement und in der Arbeit mit jungen Menschen zu stärken. Eine zentrale Änderung betrifft die Schaffung von 25 Regionen, die die bisherigen zwölf Landesverbände ablösen. In diesen kleineren Einheiten sollen Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen gemeinsam mit Regionalreferenten die Gemeinden vor Ort unterstützen sowie die missionarische Gemeindeentwicklung und die Arbeit mit jungen Menschen fördern. Offiziell soll die neue Struktur am 1. Januar 2027 eingeführt werden.
Präsidium wird verkleinert
Die rund 1.000 Teilnehmer der Tagung beschlossen zudem eine Verschlankung der Leitungsstruktur: Dem Präsidium des Bundes gehören ab 2027 zehn statt bisher zwölf gewählte Mitglieder an. Hinzu kommen – wie bisher – ein vom ChristusForum Deutschland (bis 2020: Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden) und – neu – ein vom Gemeindejugendwerk (GJW) berufenes Mitglied. In die drei Präsidiumsausschüsse zu Personal, Finanzen/Recht und Theologie können künftig jeweils bis zu vier Personen berufen werden, die nicht dem Präsidium angehören.
Verkauf von Immobilien in Elstal zur Entschuldung
Die Delegierten stimmten nach intensiver Diskussion zudem dem Verkauf einiger Immobilien auf dem BEFG-Campus in Elstal bei Berlin zu, um die Entschuldung des Bundes im Rahmen der Reform voranzutreiben. Der kaufmännische Geschäftsführer des BEFG, Volker Springer, betonte, die Funktionen des Geländes für die Freikirche blieben dabei erhalten. Der Bundesrat ist als Kirchenparlament das höchste Entscheidungsgremium des BEFG und tagt in der Regel einmal im Jahr.
Der BEFG hat 71.199 Mitglieder in 759 Gemeinden. Der Bund entstand 1941 durch den Zusammenschluss von Baptistengemeinden, Brüderbewegung sowie von pfingstlichen Elim-Gemeinden. Das ChristusForum hat 2024 beschlossen, sich vom BEFG zu trennen und eigene Körperschaftsrechte zu beantragen.
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