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Apolda: Mit Kirchenglocken Hilfe gerufen

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Ein 90-Jähriger wurde versehentlich in der Lutherkirche im thüringischen Apolda eingeschlossen. Foto: Wiki Commons/Krzysztof Golik
Ein 90-Jähriger wurde versehentlich in der Lutherkirche im thüringischen Apolda eingeschlossen. Foto: Wiki Commons/Krzysztof Golik

Nach dem Besuch eines Orgelkonzerts in der evangelischen Lutherkirche im thüringischen Apolda am 20. Juli wurde ein 90-jähriger Besucher versehentlich eingeschlossen. Mitarbeiter eines Seniorenheims in der Nähe der Kirche meldeten den Mann nach Angaben der Polizei am Abend als vermisst. Mit sechs Streifenwagen suchten die Beamten laut eines Berichts des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) im Bereich der Kirche und an anderen Anlaufstellen vergeblich nach dem Vermissten.

Gegen 3.15 Uhr in der Nacht zum 21. Juli ertönten plötzlich in der Stadt die Kirchenglocken. Das irritierte den diensthabenden Schichtleiter in der Polizeiinspektion und er schickte Beamte zur Kirche. Dort angekommen, hörten die Beamten die Stimme eines Mannes hinter der Kirchentür. Als der Pfarrer wenig später eintraf, konnte sie geöffnet werden. Hinter der Tür stand der 90-Jährige. Er gab an, nach der Veranstaltung eingeschlossen worden zu sein. Nach langer Suche habe er die Bedienung der Kirchenglocken gefunden und in seiner Not eingeschaltet.

Eine Mitarbeiterin der Kirche sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA zum Hergang, dass der Mann vermutlich hinter einer Säule gesessen habe und wohl eingeschlafen sei. Bei einem kurzen Kontrollgang vor dem Abschließen der Kirchentür habe man ihn übersehen. Die Orgelkonzerte in der Lutherkirche zählen in der Regel um die 50 Besucher.

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