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Am Pfingstmontag für die Christen in China beten

21.05.2021

Eine chinesische Flagge. Symbolbild: unsplash.com
Eine chinesische Flagge. Symbolbild: unsplash.com

Bamberg (IDEA) – Die katholische Kirche ruft dazu auf, am Pfingstmontag (24. Mai) für die Christen in der Volksrepublik China zu beten. Im Jahr 2007 hatte der damalige Papst Benedikt XVI. den jährlichen Weltgebetstag für die Kirche in China ausgerufen.

Wie der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg), erklärte, nimmt die Unterdrückung der Religionen in China zu. Die Maßnahmen des Staates richteten sich vor allem gegen die Kirchen, aber auch gegen Muslime. Im Zentrum der Restriktionen stünden derzeit Verordnungen, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zum religiösen Leben unmöglich machten: „Religiöse Kinder- und Jugendarbeit ist selten geworden in China.“

Laut Schick verbieten die Behörden an immer mehr Orten, Minderjährige mit Religion in Kontakt kommen zu lassen: „Bereits seit längerem existierende Verbote werden in China nun auf allen Ebenen durchgesetzt.“ Laut dem China-Zentrum (St. Augustin bei Bonn) sind katholische Waisenhäuser im Mai 2020 gezwungen worden, alle religiösen Symbole zu entfernen. Auch das Tischgebet sei dort nicht mehr möglich.

Vor dem Hintergrund der Repressionen sagte Schick: „Umso mehr verdient es unsere Hochachtung, wie Bischöfe, Priester und andere Gläubige doch immer wieder Freiräume finden, ihren Glauben zu leben und das Evangelium zu verkünden.“ In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik China leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen. Davon trifft sich ein großer Teil in staatlich nicht registrierten Gemeinden.

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