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75 Jahre CJD: „Gott will uns an seiner Seite haben“

30.09.2022

v. l.: CJD-Vorstandssprecher Oliver Stier, Kornelie Schütz-Scheifele, Präsidentin des CJD, Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland und Steffen Waldminghaus, Präses des CVJM Deutschland. Foto: CJD/Dominik Eisele
v. l.: CJD-Vorstandssprecher Oliver Stier, Kornelie Schütz-Scheifele, Präsidentin des CJD, Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland und Steffen Waldminghaus, Präses des CVJM Deutschland. Foto: CJD/Dominik Eisele

Stuttgart (IDEA) – Mit einem Festakt hat das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD/Ebersbach an der Fils) am 28. September in Stuttgart sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Der Zentralbereichsleiter für Theologie, Wertekommunikation und Persönlichkeitsbildung beim CJD, Andreas Dierssen, sagte in seiner Festpredigt: „Gott wird nichts für uns erledigen, aber Gott wird sich mit uns für das Leben einsetzen und uns immer teilhaben lassen am Leben. Gott will uns an seiner Seite haben, wenn das Leben nach Handeln ruft“. Seit seiner Gründung zeichne sich das CJD durch das Handeln für andere aus. „Wir nehmen Not wahr und handeln. Unser Herz schlägt im Tun. Uns bewegt, wie wir Not lindern oder beseitigen können.“ Die Liebe zum Leben sei die Motivation des CJD.

Vorstandssprecher Oliver Stier betonte, die Mitarbeiter des CJD müssten auch in Zukunft immer im Bewusstsein haben, dass die christliche Tradition und Gegenwart des CJD eine starke Orientierung und Basis biete. „Das CJD hat eine gute Zukunft, wenn wir es schaffen, den Dreiklang von Kompetenzentwicklung, Wertevermittlung und präventiver Arbeit in Angebote umzusetzen und auf Basis unseres christlichen Menschenbildes innovativ zu bleiben.“

Büdenbender: Das CJD macht scheinbar Unmögliches möglich

Auch die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, schaltete sich per Video zum Festakt zu. Sie würdigte, wie sich das CJD durch seine verschiedenen Angebote im Bereich der beruflichen Bildung engagiere: „Das Christliche Jugenddorfwerk ist der richtige Partner für Bildungsgerechtigkeit.“ Zudem gelänge es dem CJD immer wieder, scheinbar Unmögliches möglich zu machen.

Zum Hintergrund: Im März hatte sich Büdenbender dafür eingesetzt, dass 37 schwerstbehinderte ukrainische Kinder im Gästehaus des Berufsförderungswerks des CJD in Koblenz aufgenommen wurden.

CJD und CVJM sind eng verbunden

Der Präses des CVJM Deutschland, Steffen Waldminghaus (Lüdenscheid), gratulierte dem Werk dazu, dass es weiterhin vielen jungen Menschen den Freiraum, die Förderung und die Begleitung gebe, die sie benötigten. „Als CVJM sind wir gerne weiterhin eng mit euch verbunden und freuen uns, auch weiterhin Teil dieser segensreichen Geschichte zu sein.“

Das CJD wurde 1947 von dem evangelischen Pfarrer Arnold Dannenmann (1907–1993) gegründet. Sein Ziel war es, verwaisten und obdachlosen Kindern und Jugendlichen, die in den Ruinen der Nachkriegszeit lebten, ein Zuhause, eine Ausbildung und eine Chance auf eine Zukunft zu geben. Dabei leitete ihn sein Motto „Keiner darf verloren gehen!“.

Inzwischen ist das CJD eines der größten Bildungs- und Sozialunternehmen in Deutschland. Es betreibt Kindertagesstätten, Schulen, Berufsbildungswerke, Lehrbetriebe sowie Kliniken, Reha-Einrichtungen, Wohngruppen und Werkstätten. Jährlich werden mit 10.700 Beschäftigten etwa 155.000 Jugendliche und Erwachsene betreut. Das CJD ist Mitglied im CVJM Deutschland und der Diakonie Deutschland.

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