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Noch 50 Prozent der Soldaten sind Kirchenmitglieder

13.11.2018

Der Bischof für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, Sigurd Rink. Foto: Militärseelsorge/Tölpelmann
Der Bischof für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, Sigurd Rink. Foto: Militärseelsorge/Tölpelmann

Würzburg (idea) – Nur noch gut 50 Prozent der Soldaten sind konfessionell gebunden. Dadurch bietet sich der Militärseelsorge die Chance, mit kirchenfernen Menschen in Kontakt zu kommen. Das schreibt der Bischof für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, Sigurd Rink (Berlin), in seinem Bericht, der am 13. November bei der Tagung der EKD-Synode in Würzburg vorgelegt wurde. Seelsorgliche Begleitung der Auslandseinsätze sei weiterhin nachgefragt. Dass die Militärgeistlichen für alle da seien, werde anerkennend wahrgenommen. Einfühlsame Seelsorge und Glaubwürdigkeit zählten mehr als Originalität und „Entertainment“. Sein Ziel sei es, insbesondere jüngere Pfarrer für dieses Arbeitsfeld zu gewinnen. Die Anwesenheit der Kirche im Militär bezeichnete er als „herausragende Konkretion evangelischer Gegenwartsverantwortung“. Rink zufolge deuten im politischen Bereich alle Zeichen auf eine bevorstehende Einrichtung von militärseelsorgeähnlichen Angeboten für Angehörige anderer Religionsgemeinschaften. Gegenwärtig sind 96 evangelische Soldatenseelsorger im Dienst. Hinzu kommen etwa 80 katholische Militärpfarrer. Die Militärseelsorge findet auf der Grundlage des im Jahr 1957 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der EKD geschlossenen Militärseelsorgevertrages statt. Sie wird als Teil der kirchlichen Arbeit und unter Aufsicht der Kirche ausgeübt. Der Staat sorgt für den organisatorischen Aufbau und trägt die Kosten.

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