Statistik
29. November 2013

EKD schrumpft stärker als katholische Kirche

Der Gesamtverlust an Mitgliedern entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Gelsenkirchen. Foto: pixelio/Elisabeth Patzal
Der Gesamtverlust an Mitgliedern entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Gelsenkirchen. Foto: pixelio/Elisabeth Patzal

Wetzlar (idea) – Die Mitgliederzahl der evangelischen Landeskirchen ist im vergangenen Jahr deutlich stärker geschrumpft als die der katholischen Diözesen. Das geht aus einer Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) bei den Landeskirchenämtern hervor. Die 20 Mitgliedskirchen der EKD hatten zum 31. Dezember 2012 rund 23,4 Millionen Mitglieder. Das sind 258.000 weniger als im Vorjahr, was einen Rückgang um 1,1 Prozent bedeutet. Der Verlust entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Gelsenkirchen. Hauptgrund für das Minus ist die negative Bevölkerungsentwicklung. 2002 gab es in Deutschland noch 26,2 Millionen landeskirchliche Protestanten. Die Zahl der Katholiken sank nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz im vergangenen Jahr um 133.000 auf 24,3 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um 0,5 Prozent.

ANZEIGE

Im Süden sind Verluste geringer

Tendenziell haben die evangelischen Kirchen im Süden prozentual geringere Mitgliederverluste als die im Norden und Osten. Die Landeskirchen Baden und Bayern (jeweils -0,8 Prozent), sowie Württemberg (-0,9 Prozent) liegen unter der Ein-Prozent-Marke. Das erreichte im Norden lediglich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg (-0,8 Prozent). Bei der mit 2,8 Millionen Mitgliedern größten Landeskirche in Deutschland – der hannoverschen – liegt die Verlustrate bei 1,3 Prozent. Den geringsten Rückgang im Osten hatte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens (-1,2 Prozent).

Das größte Minus bei der kleinsten Landeskirche

Am größten war der Mitgliederverlust bei der Evangelischen Landeskirche Anhalts – der kleinsten innerhalb der EKD – mit einem Minus von 4,2 Prozent. Das entspricht nach einer Bereinigung der Daten auch dem Trend der Vorjahre. Pressesprecher Johannes Killyen (Dessau-Roßlau) erklärt das mit der weiter hohen Abwanderungsbewegung und demografischen Entwicklungen. Andererseits nähmen viele Bürger am Gemeindeleben teil, ohne getauft zu sein. Die Landeskirche Anhalts hatte Ende vergangenen Jahres rund 40.300 Mitglieder. Einzige EKD-Mitgliedskirche mit einem Plus ist die Evangelisch-reformierte Kirche (3,5 Prozent). Grund dafür ist aber nicht ein geistlicher Aufbruch, sondern die Tatsache, dass drei bis dahin selbstständige Gemeinden in Hamburg, Braunschweig und Göttingen aufgenommen wurden.

14 Kommentare

milanvor 1 Jahr und 88 Tagen

1.Kor13-13: Für die Kinder Gottes gibt es kein Gericht, sondern für jene, die die Wahrheit, die Gnade und die Liebe Gottes ablehnen. Dazu gehören auch jene, die die Wahrheit verdrehen, wie das auch weitere Geschwister kommentierend festhalten. An anderer Stelle wurde bereits hingewiesen, dass Jeshua sagte: richtet nicht; wenn ihr aber richtet, so richtet ein gerechtes Urteil. Apostel Paul schrieb an die Korinther, dass Gott die von außenn richtet und die von drinnen von innen gerichtet/zu beurteilen sind. D.h. in beiden Massnahmen sind biblische Standdards ohne persönliche Einflüsse anzuwenden. Johanan, der Täufer hat auch arg gegen jene gewettert, von denen Jeshua sagte, sie bezeichnen sich als Juden und sind es nicht, was aussagt, dass sie nicht das richtige Verständnis des Wortes Gottes haben, obwohl sie es in- und auswendig kennen und können. Genau das trifft auf die theologisch brillante Hierarchie zu, die das Evangelium verwässert bzw. verdreht. Dass die Liebe über allem steht, steht außer Frage, jedoch nicht ohne Wahrheit oder mit verdrehter Wahrheit, so wie es Satan, der erste Rechtsanwalt und Wortverdreher vorgemacht hat. Man wehrt sich zu recht gegen die honigsüße klebrige Liebe, die alles zukleistert, einschließlich Augen, Ohren und Verstand, und dabei in den Abgrund führt. Jeder ist Adonai willkommen, der aufrichtig umkehrt, was bei den meisten Kirchenfürsten nicht der Fall, sonst würde ihnen der Heilige Geist die gute Nachricht richtig zu verstehen geben. Aber ohne den Heiligen Geist kommt auch nur geistiger Schrott heraus, der ins Abseits führt. Es ist notwendig, die Wahrheit zu predigen, da Sie von predigen sprechen, denn nur die Wahrheit macht frei, selbstverständlich in Liebe. Aber was ist Liebe? Doch nicht etwa, wenn ich die Wahrheit über falsche Zeugnisse verschweige oder Recht Unrecht nenne, bzw Unrecht Recht. Apostel Paul hatte kein Problem damit, die Dinge richtig zu stellen, zunächst milde zu ermahnen bis letztlich die Verstockten (vorläufig zeitweise) auszugrenzen. Die Wölfe sind heute nicht nur zwischen der Herde, nein, sie führen sie an. Verteidigen Sie die Schafe und nicht die Wölfe. Ich weiss, dass Sie es aufrichtig meinen. Gehen Sie aber besser gegen die falschen Hirten vor.

1Kor13-13vor 1 Jahr und 89 Tagen

@milan: Schau Dir in der Bibel genau an, mit wem Jesus schimpft, und zu wem er in der Regel nett und zugewandt ist, wem er das Gericht predigt und wem Gottes Gnade. Es lohnt sich wirklich, intensiv in die Bibel zu schauen! Und dann stellt man fest: Die Gerichtsprediger, die also, die es den Menschen besonders schwer machen, bei denen wird Jesus am lautesten. Da, wo Menschen es sich und anderen schwer machen, ruft Jesus zur Umkehr. Über allem steht aber die "Frohe Botschaft" von der Gnade Gottes, der nicht will, dass auch nur ein Mensch verloren geht.   Jesus wurde von denen gekreuzigt, die seine Gnadenbotschaft nicht ertragen konnten, und die nicht ertragen konnten, dass auch bei ihm die Liebe immer wichtiger war als ein falsch verstandener vermeintlich "korrekter" Glaube. Lies in der Bibel - und versuche endlich zu verstehen, was da steht. Abgesehen davon: Nur weil Sie permanent Gericht predigen, wird Ihre Predigt davon nicht interessanter. Und die Falschaussagen über den Glauben der Theologen auch nicht.

namlob1vor 1 Jahr und 93 Tagen

@milan | 02.12.2013 um 17:31 Uhr: Sie haben bereits darauf hingewiesen, dass Sie Ihr Geld lieber für sich behalten.

milanvor 1 Jahr und 93 Tagen

Die Freiheit des Menschen in Christus ist eine biblische Aussage. Theologen berufen sich lieber auf Menschen als auf Gottes Wort.

milanvor 1 Jahr und 93 Tagen

Der eine oder andere Blogschreiber scheint nicht den Unterschied zu kennen zwischen Gemeinde und Kirchengeldclub.

namlob1vor 1 Jahr und 94 Tagen

@Kritischer Kommentator Leicht verwirrend, was Sie so von sich geben. Es gibt in den Landeskirchen wohl eine Gehaltsskala. Pastor, Propst, Bischof mit vielleicht gestuften Bezügen. Das dürfte sich aber in Grenzen halten. Seien wir dankbar, dass das Vermögen eher bei der Gemeinde angesiedelt ist und nicht beim "Bischofsstuhl" wie bei den Katholiken. Im übrigen: Die Bischöfe sind in Glaubensangelegenheiten nicht weisungsberechtigt. Da halte ich es mit Martin Luther und seinem Postulat der "Freiheit des Christenmenschen".

Kritischer Kommentatorvor 1 Jahr und 95 Tagen

Wenn ich mir diese Personen anschauen, die hoch oben in der EKD "rumturnen" - dann ist das kein Wunder, dass noch mehr austreten! Ich würde diesen ganzen Wasserkopf EKD komplett auflösen und die freigewordenen Mittel den einzelnen Gemeinden direkt zuschlagen. Dann wird es vermutlich sowieso große Überraschungen geben, wie hoch die Mittel sind - die frei werden! Und dann würde ich mal anfangen, die Flanken der christlichen Kirche zu schützen - denn wir unterliegen der Tod bringenden Bedrohung - Islam. Wer etwas Anderes sagt, der lügt oder will die Wahrheit nicht sehen!

namlob1vor 1 Jahr und 95 Tagen

Was will diese Aussage "beweisen"? Bei der EKD sind erfassbar die Kirchensteuerzahler und/oder die Getauften (Minderjährigen). Katholisch kann man auch sein, wenn man den "Kirchensteuerverein" verlassen hat - wie schön. Ginge es um die Kirchgänger, wäre die Statistik gaanz anders, aber auch deutlich schwieriger. Wer nicht zur Kirche geht und aus dem "Kirchensteuerverein" ausscheidet, bedeutet er wirklich einen Verlust? Der dürfte schon lange vorher eingetreten sein, als er sich mental von seiner Kirche abgewendet hat.

Enricovor 1 Jahr und 95 Tagen

Jesus hatte gesagt dass NIEMAND zu IHM kommen, es sei denn es ist ihm gegeben vom VATER und der VATER ziehe ihn. Wenn also Jesus der Sohn Gottes nicht mehr im Zentrum einer Gemeinschaft steht, dann zieht der VATER auch keine Leute dorthin.

UlrichMottevor 1 Jahr und 95 Tagen

Statistiken sind bekanntlich schwierig: Dieser größere Mitgliederverlust rührt von Austrittswellen der Vergangenheit. Seit Jahren ist die Bilanz aus aktuellen Aus- und Eintritten für die EKD weniger schlecht als für die RKK. Die EKD hat zudem meist etwas mehr Babytaufen als die RKK und deutlich mehr Konversionen aus der RKK denn die aus der EKD.

Zachaeusvor 1 Jahr und 95 Tagen

Abgesehen vom gern genannten Feigenblatt der "demographischen Entwicklung": Was sind die am häufigsten genannten Gründe für den Austritt? Gibt es da Studien oder wenigstens Befragungen? Registriert man es von Seiten der Kirchenverwaltungen, wenn "Emigranten" beim Abschied ihrem Herzen Luft machen? Falls man es registriert: Ist man auch interessiert? Oder ist alles egal, so lange die politische Agitprop-Maschine der EKD läuft wie geschmiert?

namlob1vor 1 Jahr und 96 Tagen

@milan 29.11.2013 um 13:54 Uhr: Interessant: Sie wollten kein Geld für Andere ausgeben und für die Bibelexegese hatten Sie auch keine Lust - die Bibel war Ihnen zu langweilig. Ihre eigene Eingebung, die Sie wohl für Gottes Eingebung ausgeben, war Ihnen wichtiger.

milanvor 1 Jahr und 96 Tagen

Mögen sie nur schrumpfen. Das Schrumpfen aber ist nicht entscheidend, sondern dass jene, die austreten, entweder belehrt sind oder sich bekehren und beide hoffentlich eine geistige Heimat finden, wo sie Gemeinschaft haben mit Geschwistern im Herrn und gemeinsam mit Gott.

milanvor 1 Jahr und 96 Tagen

Auch ich war besprenkelt, konfirmiert aber nicht bekehrt und bin ausgetreten, weil ich kein Interesse an langweiligen Predigten hatte und Kirchensteuern. So geht es sicherlich vielen der Austreter. Wenigere gehen, weil sie endlich das Evangelium verstanden haben und sich eine neue Gemeinschaft gesucht und gefunden haben. Rom und EKD fördern den Abfall vom geringen vorhandenen Verständnis. Aber wie Jeshua sagt: niemand kann zum Vater kommen, wenn der Vater ihn nicht zieht. Obwohl ein jeder berufen ist, sind nur wenige auserwählt. Trotzdem existiert die Lehre, dass ein jeder gerettet würde. Welch einem Trugschluss vertrauen sich viele leichtfertig an. Der Pfarrer wird's schon richten. Auch ein solcher Pfarrer wird gerichtet werden, anstatt Belohnung zu empfangen. Von wegen, treuer Knecht. Oh nein, so etwas mag man gar nicht hören. "Du bist nicht in der Liebe". "Du richtest." "Du bist gesetzlich." Fangt schon einmal an täglich mehr als das Bibelverschen zu konsumieren. Die Welt weiß, was Disziplin ist, die meisten Christen nicht. Warum nur? Wegen ihrer Lauheit. Doch sagt Adonai, dass ER die Lauen ausspeit. Die lauen Christen auch? Gerade die. Es wäre einfach für die Austreter, wenn die Freikirchen durch die Reihe reines Evangelium predigen und Lehren würden. Leider ist dem nicht so. Auch dort regiert bei vielen der Zeitgeist. Gerade darum ist es wichtig immer wieder und gründlich Gottes Wort zu lesen, zu lieben und zu verstehen, damit keine falsche Lehre auf fruchtbaren Boden fällt. Prüfet alles und behaltet das Gute.

Diese Woche lesen Sie

  • Kongress christlicher Führungskräfte Medien: Alles radikale Christen?
  • Pro & Kontra Sollten Christen ihre Organe spenden?
  • Führungskräftekongress Zeugnisse auf dem KcF: Mit Gottes Hilfe
  • Pilgermission Chrischona: Mit 175 Jahren immer noch sehr beweglich
  • Vaterunser Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
  • mehr ...
ANZEIGE