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Kommentar
07. März 2016

Wenn der „Tatort“ zur gegenderten Persiflage wird

Die Kommissarinnen Henni Sieland und Karin Gorniak bei der Bestandsaufnahme in ihrem Büro: v. l. Henni Sieland (Alwara Höfels), Karin Gorniak (Karin Hanczewski). Foto: MDR/Andreas Wünschirs
Die Kommissarinnen Henni Sieland und Karin Gorniak bei der Bestandsaufnahme in ihrem Büro: v. l. Henni Sieland (Alwara Höfels), Karin Gorniak (Karin Hanczewski). Foto: MDR/Andreas Wünschirs
Zum Start des weiblichen Ermittlerduos in Dresden - ein Kommentar von Bernhard Limberg. Er ist verantwortlicher Redakteur Internet und Fernsehen bei der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

„Tatort“-Fans müssen ein dickes Fell haben. Vor allem die Männer. Die werden konsequent als beziehungsunfähig oder als Sonderlinge dargestellt – kein Wunder, dass es keine Frau an ihrer Seite aushält. Tröstlich, dass die meisten Ermittlerinnen es auch nicht besser hinbekommen und ebenfalls in Krimis kein normales Eheleben führen. Wenigstens war das Mann-Frau-Verhältnis in den Morddezernaten noch einigermaßen ausgeglichen. Aber die Premiere des neuen Ermittlerduos Karin Gorniak und Henni Sieland aus Dresden am vergangenen Sonntag war an einfaltslosen Klischees nicht zu überbieten. Das erste weibliche Gespann in der Krimireihe wirkte wie ein Sprung in die Zeit alter Kampfparo...

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