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Kommentar
13. Juni 2017

Sprachverhunzung – Unser Reden zwischen Bibel und Babel

Zum zunehmenden Gebrauch „geschlechtergerechter Sprache“ – Ein Kommentar von Dominik Klenk. Er ist Verlagsleiter von Fontis und Brunnen in Basel. Zuvor war er Prior der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“ (OJC) in Reichelsheim im Odenwald.

Was man seit dem Turmbau zu Babel „Sprachverwirrung“ nennt, war die heilsamste Sprachreform in der Geschichte der Menschheit: Gott setzte beim Turmbau dem totalitären Ein-Sprech humorvoll ein Ende. Der Drang, durch konstruierte Sprachwelten die Deutungshoheit über das Leben zu erlangen, hält allerdings bis heute an. Just eben tagte in Freiburg der 94. Esperantokongress, ein lauterer, doch erfolgloser Versuch, Ordnung ins weltweite Sprachgeschehen zu bringen. Seit 1887 halten die Esperanto-Jünger nun schon an ihrer Vision fest. Allerdings hat die Kunstsprache weder die Tragkraft noch den Wurzelgrund, die Bedeutungstiefe lebendiger Sprache abzubilden.

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