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Kommentar
20. April 2017

Sodom, wie es zecht und prasst

Die Geschichte vom Untergang Sodoms und Gomorrhas gehört zu den unheimlichsten Geschichten der Bibel (1. Mose 18–19). Nun brachte die Staatsoper Hannover das apokalyptische Szenario auf die Bühne – und begeisterte mit der Uraufführung „Lot“ von Giorgio Battistelli. idea-Reporter Karsten Huhn hörte eine Theaterpredigt, die in den Ohren gellt.

Skandal in Hannover! Im Theater wird ein Inzest gezeigt – und das auch noch biblisch gut begründet! Doch der Reihe nach: Die Stadt Sodom hat gesündigt und ist Feuer und Schwefel geweiht. Der 92 Jahre alte Franz Mazura spielt den 100-jährigen Abraham und tritt mit Gott in Tarifverhandlungen: Ob Gott die Stadt nicht verschonen könne, wenn sich 50 Gerechte in ihr finden lassen? 40, 30, 20 – Abraham handelt Gott herunter. Dann ist Schluss. Selbst zehn Gerechte bietet die Stadt nicht auf. Gott hat genug gesehen, Sodom wird vernichtet.

Unfassbar traurig, unfassbar schön

Denn siehe: Sodom, wie es zecht und prasst! Golden flimmert di...

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