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Kommentar
19. Juni 2017

Sie liebten einander nicht

Zum Verhältnis von EKD und Helmut Kohl – Ein Kommentar von idea-Leiter Helmut Matthies.

Der Nachruf der EKD auf den Tod von Helmut Kohl erschien einen Tag später als der der katholischen Kirche. Auch wenn es vermutlich Zufall war, so kann man es doch symbolisch deuten: Das Verhältnis des (katholischen) Kanzlers zur evangelischen Kirche und umgekehrt war nicht von Sympathie geprägt. Die in den achtziger Jahren zunehmend von SPD-Mitgliedern besetzten EKD-Spitzen liebten Richard von Weizsäcker (der ja auch Kirchentagspräsident und Mitglied der Leitung der EKD, des Rates, war) und ansonsten die sozialdemokratischen Kanzler Willy Brandt (1969–1974) und (bis zur Nachrüstungsdebatte) Helmut Schmidt (1974–1982).

In kirchlichen Kreisen oft belächelt...

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